Rückenprobleme: Neff verpasst WM-Medaille in Paradedisziplin

Jolanda Neff hat an der WM in Nove Mesto eine Medaille im Cross Country verpasst. Die Topfavoritin musste sich – geplagt von Rückenschmerzen – mit dem 8. Schlussrang zufriedengeben.

«Ich habe bis zum Schluss gekämpft und alles gegeben. Es war das Maximum, das ich heute herausholen konnte», sagte Neff nach dem 8. Rang im Cross-Country-Rennen an der WM im tschechischen Nove Mesto.

«  Die Schmerzen waren ziemlich stark. »

Jolanda Neff

Die Ostschweizerin war gut ins Rennen gestartet und fuhr in der ersten von 5 Runden über 2,8 Kilometer an der Spitze mit. Doch dann setzten bei der 23-Jährigen die Rückenprobleme ein: «Es waren ziemlich starke Schmerzen. Ich habe einfach versucht, bis ins Ziel zu fahren.»

Die Probleme mit dem Rücken hatten in den letzten Tagen eingesetzt. «Das passiert halt manchmal. Wir haben im Vorfeld alles versucht, um die Schmerzen zu minimieren», erklärte Neff.

Start in Lenzerheide geplant

Die Gesamtweltcup-Siegerin der abgelaufenen Saison geht nicht davon, dass es etwas Langwieriges ist. Zumindest plant sie einen Start am Heimrennen in Lenzerheide in der kommenden Woche. Die Olympischen Spiele in Rio sollten nicht in Gefahr sein.

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Bronze für Guerrini

Bei den U23-Männern hat sich Marcel Guerrini die Bronzemedaille gesichert. Der 21-jährige St. Galler erreichte das Ziel dank einer geschickten Taktik mit 1:04 Minuten Rückstand auf den Neuseeländer Sam Gaze und 17 Sekunden hinter dem zweitplatzierten Franzosen Victor Koretzky.

Neff trotzdem beste Schweizerin

6 Tage nach ihrer Goldmedaille im WM-Marathon hat Neff die Medaillenplätze in ihrer Paradedisziplin Cross Country also verpasst. Am Ende handelte sie sich einen Rückstand von knapp 4 Minuten auf die Weltmeisterin ein. Mit Linda Indergand (10.) klassierte sich eine weitere Schweizerin in den Top 10. Kathrin Stirnemann wurde 12., Corina Gantenbein belegte Platz 17.

Langvad zum ersten Mal Weltmeisterin

Die Dänin Annika Langvad fuhr einen überlegenen Sieg ein. Zweite wurde die überraschende US-Amerikanerin Lea Davison, die auf der letzten Runde von platten Reifen der Polin Maja Wloszczowska und der 45-jährigen Deutschen Sabine Spitz profitierte. Bronze ging an die Kanadierin Emily Batty.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 02.07.2016, 15:05 Uhr