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Schweizer Aussenseiterinnen Sexismus-Eklat überschattet WM-Frauenrennen

Der einflussreiche Manager Patrick Lefevere manövriert sich vor dem WM-Frauenrennen mit einem bösen Spruch ins Abseits.

Patrick Lefevere
Legende: Vergreift sich im Ton Patrick Lefevere imago images

«Ich bin doch nicht das Sozialamt» - mit diesen Worten beantwortete der einflussreiche Rad-Manager Patrick Lefevere die Frage, wann es in seinem Team Deceuninck-Quick Step eine Frauen-Abteilung gebe. Er werde sich diesem Thema widmen, sobald es genügend starke Fahrerinnen gebe.

«Kein Interesse an ihm»

Lefeveres Aussage am Rande der WM in Flandern stiess etlichen Exponentinnen sauer auf. «Ich bin froh, dass er kein Interesse am Frauen-Radsport hat. Wir haben nämlich auch kein Interesse an ihm», kommentierte Ex-Weltmeisterin Lizzie Deignan (GBR). «Ein reizender Mann», sekundierte TV-Kommentatorin José Been ironisch.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie das Strassenrennen der Frauen am Samstag ab 14:00 Uhr live, zunächst im Stream in der SRF Sport App, in der Schlussphase auch auf SRF info.

Im WM-Strassenrennen vom Samstag haben die Fahrerinnen die Chance, Lefereve von ihrem Leistungsvermögen zu überzeugen. Das 157 km lange Rennen führt von Antwerpen nach Leuven, beinhaltet 20 kurze Anstiege über insgesamt 1047 Höhenmeter und gilt in der Innenstadt von Löwen mit vielen Kurven als technisch anspruchsvoll.

Schweiz mit 6 Fahrerinnen

Die Schweiz ist mit einem sechsköpfigen Team vertreten. Die Teamleaderinnen Marlen Reusser und Elise Chabbey werden unterstützt von den Mountainbikerinnen Sina Frei und Nicole Koller sowie von Caroline Baur und Nachwuchshoffnung Noemi Rüegg.

Die Vertreterinnen von Swiss Cycling gehören nicht zu den Favoritinnen, doch Reusser sagt: «Es wird sich über die Strategie und Taktik entscheiden, viele Szenarien sind denkbar.» Chabbey ergänzt: «Mit dem sechsköpfigen Team können wir etwas versuchen. In der Schlussphase geht es um die gute Positionierung.»

Niederlande mit Top-Team

Die Titelanwärterinnen Nummer 1 stammen aus dem niederländischen Lager. Dass sich Titelverteidigerin Anna van der Breggen bei ihrem Abschlussrennen in den Dienst ihrer Landsfrauen (u.a. Annemiek van Vleuten, Marianne Vos, Ellen van Dijk) stellen will, sagt alles über die Stärke von «Oranje», die sich für die Olympia-Schmach revanchieren wollen.

Herausgefordert werden die Niederländerinnen unter anderem von der belgischen Olympia-Vierten Lotte Kopecky, den Ex-Weltmeisterinnen Deignan und Marta Bastianelli (ITA), Giro-Siegerin Emma Norsgaard (DEN) oder Teamstaffel-Weltmeisterin Lisa Brennauer (GER). Überraschungs-Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer (AUT) ist als Solistin am Start.

Die letzten Weltmeisterinnen

2020Anna van der Breggen (NED)
2019Annemiek van Vleuten (NED)
2018Anna van der Breggen (NED)
2017Chantal Blaak (NED)
2016Amalie Dideriksen (DEN)

SRF zwei, sportlive, 22.09.2021, 14:05 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Yvan Sigrist  (Yvan BVB09)
    Die aussage ist schlecht...jedoch hat er recht....wieso soll er ein frauenteam aufbauen...bei olympia hat man ja gesehen dass das niveau nicht wirklich das höchste ist...sonst hätte ja nicht ein nicht profi gold gewonnen...kann sich hier wirklich jemand vorstellen das dies bei den männern der fall sein kann...was soll das ganze mit dieser frauenquote überall....es soll derjenige den job bekommen der am besten ist...egal welches geschlecht....es ist an der zeit für männerrechte!!!
  • Kommentar von Urs Schärer  (Schärer)
    Was soll jetzt schon wieder sexistisch sein an dieser Aussage, Veranstalter sind gefordert ein positives Ergebnis mit Veranstaltungen zu erreichen und bei vielen Sport Events ist das nicht in allen Disziplinen möglich!
  • Kommentar von Ernesto Asher Meng  (Ashi Ernesto)
    Es macht grosse Freude, den Frauen zuzusehen. Marlen Reusser ist ein Naturtalent und hat unglaubliches Selbstvertrauen, was dem ganzen Team gut tut. Sexistische Ausssgen 2021 zu hören ist sehr traurig und muss hart bestraft werden. Freue mich auf Morgen und auch in Zukunft. Hopp Schwyyyyz grossartige Sportlerinnen und Frauen. Bravo. Lasst Euch von solch primitiven Aussagen nicht verwirren.