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Rad «Wie riesige Messer»: Debatte um Scheibenbremsen

Eine böse Beinverletzung des spanischen Movistar-Fahrers Francisco Ventoso hat eine Debatte um den Sinn von Scheibenbremsen im Profifeld ausgelöst. Der 33-Jährige hatte sich bei Paris-Roubaix verletzt.

«Auf einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt fuhr ich bei einem Massensturz auf meinen Vordermann auf. Ich kam nicht zu Fall, aber mein Bein touchierte sein Rad», beschreibt Ventoso in einem offenen Brief den Zwischenfall nach rund 130 Rennkilometern. «Kurzzeitig fuhr ich sogar weiter, doch als ich an mir herunterblickte, sah ich die bis auf die Knochenhaut offene Wunde.»

Ventoso wurde in eine Ambulanz verfrachtet. Dann dies: «15 Kilometer später wurde Etixx-Quick-Step Nikolas Maes in dieselbe Ambulanz eingeladen. Auch er hat eine tiefe Wunde im Knie, auch von einer Scheibenbremse.»

Noch glimpflich davongekommen

Er selbst habe noch Glück gehabt, weil er sich «nur» an Muskeln und Haut verletzt habe. Wenn sich jemand eine Hals- oder Oberschenkelvene aufreisse, sehe dies anders aus. Die UCI hatte auf dieses Jahr Scheibenbremsen in Strassenrennen erlaubt. «Hat niemand realisiert, dass diese Bremsen zu riesigen Messern werden können?»

Gegen Scheibenbremsen: Aufruf von Francisco Ventoso

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10 Kommentare

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  • Kommentar von u.felder, bern
    sicherlich haben scheibenbremsen bei einem massensturz ein gewisses risiko. aber wenn bei einem sturz der fahrer auf die kassette hinten oder der zahnkranz vorne fällt, kann das auch sehr heftige verletzungen geben. bei massenstürzen ist das verletzungsrisiko sowieso sehr hoch auch ohne scheibenbremsen.
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  • Kommentar von Chris R., Buttisholz
    Bin selber Spitzensportler. Fahre Mountainbike-, Radquer- und Strassenrennen. Die Diskussion Scheibenbremsen vs. Felgenbremsen ist mir somit persönlich bekannt. Den Vorfall bei Paris-Roubaix zeigt, dass die Gefahren, welche von Scheibenbremsen ausgehen, im Strassenrennsport einfach zu gross sind. Die letzten Jahrzehnte ging es auch immer gut ohne Scheibenbremsen am Rennrad. Ich bin froh, wenn ich auch in den nächsten Jahren noch Strassenrennen bestreiten kann, ohne Scheibenbremsen anzutreffen!!!
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  • Kommentar von Werner Aeschlimann, Hindelbank
    Ich fahre seit 2Jahren am Rennrad mit Scheibenbremsen. Das Ansprechverhalten ist deutlich besserer und sicherer. Nie mehr Felgenbremsen.
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    1. Antwort von Simon Liechti, Thun
      Das alleine stimmt zu 100% und dem widerspricht sicherlich kein einziger Rennfahrer. Bei einem Massensturz bei 60km/h im Feld hingegen ist es offensichtlich extrem gefährlich wenn Räder mit Scheibenbremsen herumfliegen.
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