«Wie riesige Messer»: Debatte um Scheibenbremsen

Eine böse Beinverletzung des spanischen Movistar-Fahrers Francisco Ventoso hat eine Debatte um den Sinn von Scheibenbremsen im Profifeld ausgelöst. Der 33-Jährige hatte sich bei Paris-Roubaix verletzt.

«Auf einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt fuhr ich bei einem Massensturz auf meinen Vordermann auf. Ich kam nicht zu Fall, aber mein Bein touchierte sein Rad», beschreibt Ventoso in einem offenen Brief den Zwischenfall nach rund 130 Rennkilometern. «Kurzzeitig fuhr ich sogar weiter, doch als ich an mir herunterblickte, sah ich die bis auf die Knochenhaut offene Wunde.»

Ventoso wurde in eine Ambulanz verfrachtet. Dann dies: «15 Kilometer später wurde Etixx-Quick-Step Nikolas Maes in dieselbe Ambulanz eingeladen. Auch er hat eine tiefe Wunde im Knie, auch von einer Scheibenbremse.»

Noch glimpflich davongekommen

Er selbst habe noch Glück gehabt, weil er sich «nur» an Muskeln und Haut verletzt habe. Wenn sich jemand eine Hals- oder Oberschenkelvene aufreisse, sehe dies anders aus. Die UCI hatte auf dieses Jahr Scheibenbremsen in Strassenrennen erlaubt. «Hat niemand realisiert, dass diese Bremsen zu riesigen Messern werden können?»

Gegen Scheibenbremsen: Aufruf von Francisco Ventoso

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