Beim Finale ist der Final das Ziel

Beim Nationenpreis-Finale der Springreiter in Barcelona treten die Top 18 der vergangenen Freiluft-Saison gegeneinander an. Die Schweizer Equipe hat sich dank Spitzenplätzen in Rotterdam (2.) und Falsterbo (1.) dafür qualifiziert.

Eigentlich wäre Janika Sprunger und ihre Stute Bonne Chance, die an den Olympischen Spielen in Rio im Final nicht berücksichtigt wurden, für den Saisonabschluss in Barcelona gesetzt gewesen. Da das Pferd in der Vorbereitung nicht 100-prozentig fit war, verzichtete die Baslerin auf eine Teilnahme. Sie will Bonne Chance sorgfältig auf die Hallensaison vorbereiten.

Deshalb wird die Schweizer Equipe durch die übrigen drei Olympiareiter Martin Fuchs, Romain Duguet und Teamleader Steve Guerdat vertreten. In das Team gerückt ist Olympia-Ersatzreiter Paul Estermann. Der Luzerner vertraut dem 10 Jahre alten Lord Pepsi – der Oldenburger Wallach kommt zu seinem ersten Championatseinsatz.

Die Schweizer Reit-Equipe beim Fotoshooting vor dem Nationenpreis-Final in Barcelona. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In ungewohnter Pose Die Schweizer Reit-Equipe vor dem Nationenpreis-Final in Barcelona. zvg/FEI

Corbinian als Nino-Ersatz

Guerdat, der vor ein paar Wochen bereits verkündete, dass Olympiapferd Nino des Buissonnets keine Championate mehr bestreite, setzt in Barcelona Corbinian ein. Mit dem 10-jährigen Westfalen gewann Guerdat an Ostern den Weltcupfinal.

Fuchs und Duguet setzen auf ihre Olympiapferde Clooney und Quorida de Treho. Und auch wenn die Saison mit der ganzen Qualifikationsreihe sowie den Olympischen Spielen bereits lang war, so sind gemäss Fuchs «Pferd und Reiter topmotiviert für den Final».

Beerbaum nimmt Abschied

Zum Final treten die Olympiasieger aus Frankreich als Favoriten an. Das Team unter Equipenchef Philippe Guerdat startet mit den gleichen Paaren wie vor 6 Wochen in Rio.

Ludger Beerbaum winkt bei der Siegerehrung ins Publikum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit 53 Jahren ist Schluss Ludger Beerbaum. Keystone

Die Briten, angeführt von Einzel-Olympiasieger Nick Skelton mit Big Start, sind ebenfalls mit einem starken Team vertreten. Und auch Deutschland dürfte ein Wörtchen um den Sieg mitreden, vor allem für Ludger Beerbaum wird die Finalteilnahme eine Spezielle: Der 4-fache Olympia-, 4-fache WM- und 14-fache EM-Medaillengewinner bestreitet sein letztes Turnier für die Mannschaft. Der 53-jährige hat seinen Rücktritt aus der deutschen Equipe bekannt gegeben.

Der Schweizer Equipenchef Andy Kistler hat sich den Einzug in den finalen Tag der besten 8 Nationen als Ziel gesetzt. Nach der 1. Runde am Donnerstag findet am Samstag die Entscheidung statt.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 21.09.2016 18:45 Uhr