Tränen und Rang 12 zum Abschied von Guerdats Lieblingspferd

Steve Guerdat reitet beim letzten Wettkampf auf seinem Lieblingspferd Nino des Buissonnets beim CHI Genf auf den 12 Rang.

Der erhoffte Sieg sollte Steve Guerdat und Nino des Buissonnets im letzten gemeinsamen Auftritt verwehrt bleiben. Im Stechen verweigerte der Wallach bereits beim zweiten Hindernis den Sprung. Aufgrund der Zeitüberschreitung resultierten am Schluss 8 Strafpunkte und Rang 12. «Der Fehler geht auf meine Kappe», nahm Guerdat danach die Schuld auf sich.

Den Sieg sicherte sich der Brasilianer Pedro Veniss auf Quabri de l’Isle. In einem Herzschlagfinale setzte er sich mit nur 25 Hundertstel Vorsprung vor dem Belgier Olivier Philippaerts und dem Briten Scott Brash durch.

«  Eines der besten Pferde der Geschichte. »

Steve Guerdat
über Nino des Buissonnets

Ninos letzter Auftritt in voller Länge

3:00 min, vom 11.12.2016

Seit 2010 bildeten Steve Guerdat und Nino des Buissonnets ein Team. Der Jurassier und sein Wallach galten bald als Traumpaar im Reitzirkus. 2012 in London feierten sie mit dem Olympiasieg im Einzel den absoluten Höhepunkt.«Er ist nicht nur mein bestes Pferd, er ist ohne Zweifel eines der besten Pferde der Sportgeschichte», schwärmt Guerdat über sein Lieblingspferd.

Vor rund 2 Monaten entschied sich der 34-jährige, die Profi-Karriere seines bald 16-jährigen Pferdes zu beenden. «Nino ist immer noch in Topform. Er verdient einen Abgang auf dem Höhepunkt.»

4 Schweizer im Stechen

Insgesamt 16 Reiter qualifizierten sich fürs Stechen. Neben Guerdat ritten dabei mit Martin Fuchs, Niklaus Rutschi und Janika Sprunger 3 weitere Schweizer um die Podestplätze.

Fuchs musste den Entscheidungsdurchgang nach einem Verweigern von seinem Pferd Clooney abbrechen. Sprunger mit einem und Rutschi mit 3 Abwürfen hatten mit der Entscheidung an der Spitze ebenfalls nichts zu tun.

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Guerdat: «Der Fehler geht auf meine Kappe»

1:56 min, vom 11.12.2016

Sendebezug: SRF online, Livestream, 11.12.2016, 14:25 Uhr