Segeln im Abwasser von Rio

In einem Jahr finden an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Wettbewerbe der Segler statt. Dem Schweizer Teamchef Tom Reulein treibt die Wasserqualität in der brasilianischen Metropole aber Sorgenfalten auf die Stirn.

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Die dreckige Wasser in der Guanabara Bay

2:46 min, aus sportaktuell vom 6.8.2015

Mit besorgtem Blick betrachtet Tom Reulein die Guanabara Bay von Rio de Janeiro. An diesem Ort sollen seine Schützlinge in einem Jahr um olympische Medaillen segeln. Die Bucht neben der weltberühmten Copacabana gilt als eines der dreckigsten Segel-Reviere der Welt.

Aus dem Versprechen der Stadt Rio und des Olympischen Komitees, das Wasser zu 80% zu klären, wurde zum Ärger des Teamchefs von Swiss Sailing nichts. «Wir werden uns mit der Situation zurechtfinden müssen», meint Reulein enttäuscht. Hauptgrund für das unsaubere Blau ist der kleine Ausgang der Guanabara Bay gegenüber dem offenen Meer. Das Wasser bleibt lange stehen, kann nicht richtig abfliessen.

Wie Reulein und sein Team präventiv gegen die Keime und Bakterien im Wasser vorgehen wollen, sehen Sie im Video.