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Alles ist offen Einer aus 4: Wer sichert sich die Krone in Bischofshofen?

Vor dem letzten Springen der Vierschanzentournee kommt noch ein Quartett für den Sieg in Frage.

Dawid Kubacki
Legende: Auf dem Weg an die Spitze Dawid Kubacki in der Spur. Getty Images

In Innsbruck wurde die Gesamtwertung der Vierschanzentournee gehörig durcheinandergewirbelt. Statt Karl Geiger und Ryoyu Kobayashi stehen plötzlich Dawid Kubacki und Marius Lindvik vorne. Chancen auf den Sieg haben aber noch alle 4.

Die Gesamtwertung nach 3 von 4 Springen

NamePunkteRückstand
1. Dawid Kubacki (POL)
830,7
2. Marius Lindvik (NOR)
821,65 m
3. Karl Geiger (GER)
817,47,5 m
4. Ryoyu Kobayashi (JAP)
817,07,5 m
  • Dawid Kubacki: Neben den ganz grossen Namen aus Polen, Adam Malysz oder Kamil Stoch, geht jener von Kubacki beinahe ein wenig unter. Doch jetzt könnte der 29-Jährige endgültig aus deren Schatten treten. Als aktueller Leader hält der amtierende Weltmeister von der Normalschanze alle Trümpfe in der Hand. Die Schanze in Bischofshofen liegt Kubacki zudem, im letzten Jahr stellte er mit 145 m einen neuen Rekord auf. Und auch die Statistik hat der Pole auf seiner Seite: In den letzten 20 Jahren gewann 19 Mal jener Springer die Tournee, der nach 3 Stationen vorne lag.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie das 4. Springen zum Abschluss der Vierschanzentournee in Bischofshofen am Montag ab 17:10 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

  • Marius Lindvik: Noch nie hatte das «Küken» im Spitzenquartett vor der Vierschanzentournee ein Springen gewinnen können. Doch mit den beiden Siegen in Garmisch und in Innsbruck katapultierte sich der 21-Jährige in eine gute Ausgangslage – zumindest im Hinblick auf einen Podestplatz. Lindvik soll die Kohlen für das schwächelnde norwegische Team aus dem Feuer holen. Ein Sieg des Juniorenweltmeisters von 2018 bei seiner ersten Teilnahme an der Vierschanzentournee würde aber einer grossen Überraschung gleichkommen.
  • Karl Geiger: In Innsbruck schien Karl Geiger seine Hoffnungen auf den Tournee-Sieg nach einem «Hüpfer» auf 117,5 m im 1. Durchgang und Zwischenrang 23 begraben zu müssen. Im Final konnte er den Schaden in Grenzen halten und profitierte auch davon, dass die Konkurrenz nicht enteilte. In Bischofshofen ist sein Ziel klar: Mit 2 Topsprüngen noch einmal in den Kampf um den Sieg eingreifen – dafür wolle er «All In» gehen, wie der 26-Jährige noch in Innsbruck ankündigte.

  • Ryoyu Kobayashi: Der Japaner ist der grosse Verlierer des Springens von Innsbruck. Als Leader war er in den Wettkampf gegangen, nach seinem enttäuschenden 14. Platz verliess er die Bergisel-Schanze als Gesamt-4. wieder. Mit gut 13 Punkten ist der Rückstand des Titelverteidigers zwar schon beträchtlich, doch wenn es einem Springer zuzutrauen ist, diesen noch wettzumachen, dann Kobayashi. Denn der 23-Jährige, der den Weltcup in den letzten Jahren dominierte, kann an einem guten Tag allen davonfliegen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 04.01.2020, 14:00 Uhr