Prevc-Demonstration zum Jahresbeginn

Topfavorit Peter Prevc hat auf der zweiten Station die Führung der Vierschanzen-Tourneewertung übernommen. Der Slowene siegte in Garmisch-Partenkirchen überlegen vor Kenneth Gangnes und Severin Freund. Simon Ammann landete auf Platz 13.

Peter Prevc bewies in Garmisch-Partenkirchen, dass er der Mann ist, den es bei der Vierschanzentournee zu schlagen gilt. Beim Auftakt in Oberstdorf war der Top-Favorit noch von den schwierigen Windbedingungen gebremst worden. Beim Neujahrsspringen deklassierte er die Konkurrenz nun um mehr als 10 Punkte.

Im ersten Durchgang lagen Prevc sowie Severin Freund und Kenneth Gangnes noch nahe beieinander. Die Entscheidung war dann eine klare Angelegenheit. Der Slowene realisierte mit 136 Metern die klare Tagesbestweite. Im Gesamtklassement führt Prevc nun 8,6 Zähler vor Freund.

Ammann im Interview

2:57 min, vom 1.1.2016

Gute Sprünge, schlechte Noten

Simon Ammann klassierte sich nach zwei soliden Sprüngen auf Rang 13. Der Schweizer landete nach 127,5 und 125,5 Metern. Dies bei Rückenwind im Finaldurchgang.

«  Ich muss mir zuerst wieder einen Namen erarbeiten. »

Simon Ammann

Für seine Landungen wurde Ammann hingegen abgestraft. Kein Springer erhielt schlechtere Noten als Ammann. Das Problem: Ammann brachte den rechten Fuss nur wenig weit nach vorne. Aus der Perspektive der Jury, welche auf der anderen Seite platziert war, war ein Telemark kaum zu erkennen.

«Ich muss mir zuerst wieder einen Namen erarbeiten. Dann wird auch eine Landung, die nicht perfekt ist, trotzdem mit guten Noten bewertet», meinte Ammann selbstkritisch. Wie der Toggenburger seine Sprünge einstuft, sehen Sie im Video oben.

Deschwanden enttäuschend, Peier ansprechend

Im ersten Durchgang hatte Ammann das Schweizer Duell gegen Gregor Deschwanden klar für sich entschieden. Deschwanden verpatzte den Sprung komplett. Er landete schon nach 110,5 Metern und damit ganz am Ende des Klassements.

Killian Peier war gegen Kenneth Gangnes wie erwartet chancenlos, trotz einem gutem Satz auf 119,5 Meter.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 1.1.2016, 15:00 Uhr.