Vater Ammann und die jungen Wilden

Simon Ammann startet in seine erste Weltcup-Saison als Familienvater. Disziplinen-Chef Berni Schödler glaubt, dass der Toggenburger von dieser Rolle zusätzlich beflügelt wird.

Simon Ammann hat im Sommer-Grandprix angedeutet, dass er bereit ist für die neue Skisprung-Saison. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vater und Teamleader Simon Ammann hat im Sommer-Grandprix angedeutet, dass er bereit ist für die neue Skisprung-Saison. Keystone

In knapp 3 Wochen starten die Skispringer in Klingenthal in die neue Weltcup-Saison. Aktuell befinden sich Simon Ammann, Gregor Deschwanden, Killian Peier, Gabriel Karlen sowie Pascal und Luca Egloff im Trainingslager in Oberstdorf und machen auf Disziplinenchef Berni Schödler einen positiven Eindruck: «Ich bin sehr zuversichtlich. Man spürt den Hunger von allen im Team.»

Vater Ammann als Teamleader

Dass es Teamleader Simon Ammann auch mit 33 noch schafft, seinen Fokus ganz auf die bevorstehende Saison zu richten, ist nicht selbstverständlich. Denn erst vor wenigen Wochen wurde er zum ersten Mal Vater und hat sich trotzdem entschieden, das Schweizer Team weiter anzuführen. «Wir sind sehr froh, dass er als Vater weitermacht», sagt Schödler. «Die Geburt hat sich positiv auf ihn ausgewirkt.»

Sotschi wegstecken

Das familiäre Glück hat dem Toggenburger auch geholfen, die grosse Leere nach den missglückten Olympischen Spielen in Sotschi wegzustecken. «Simon verhält sich taktisch sehr clever», sagt Schödler. «Er kennt die Mechanismen und gibt sich Raum für die Dinge, die er optimieren kann.»

Deschwanden auf dem Weg zum Winnertyp

Hinter Ammann als Aushängeschild sollen die jungen Wilden den nächsten Schritt Richtung Weltspitze machen, allen voran Gregor Deschwanden. Der 23 Jahre alte Luzernern hat im Sommer-Grandprix sein Potenzial angedeutet und ist bereit für weitere Spitzenplätze. «Er kann ein Winnertyp werden», sagt Schödler. «Dazu benötigt er aber noch ein paar Stationen und ein feines Händchen der Betreuer.»

Ziel: Ein Schweizer Team an der WM

Schödler ist jedenfalls zuversichtlich, dass die Schweizer Ende Februar an der WM auch im Teamspringen eine Rolle spielen können. «3 Athleten haben schon die halbe Selektion geschafft», sagt der Disziplinenchef. «Das Ziel ist es, dass sich die Schweiz an der WM mit den anderen Nationen messen kann.»

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 4.11.14, 18:45 Uhr.