Hamilton siegt und übernimmt die WM-Führung

Die italienischen Motorsport-Fans haben in Monza umsonst auf einen Ferrari-Sieg gehofft: Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg übernahm Lewis Hamilton in der Fahrerwertung die Spitze.

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Bildlegende: Der neue WM-Leader Lewis Hamilton. EQ Images

  • Silberpfeile: Vor zahlreichen italienischen Ferrari-Fans feiert Mercedes den 3. Doppelsieg der Saison.
  • Pechvogel: Max Verstappen muss nach 3 Runden mit einem Reifenschaden an die Box. Er wird schliesslich nur 10.
  • Verspätung: Infolge diverser Rückversetzungen dürfen die beiden Sauber von den Positionen 11 und 12 starten. Chancen auf Punkte hat der Schweizer Rennstall dennoch keine.

Das Podest in Belgien

1. Lewis Hamilton (GB/Mercedes) 1:15:32.310

2. Valtteri Bottas (Fi/Mercedes) +4.471

3. Sebastian Vettel (De/Ferrari) +36.317

Nach 4 Runden war die heile Mercedes-Welt wiederhergestellt: Während Polesetter Lewis Hamilton seine Führung locker verteidigte, preschte auch sein Teamkollege Valtteri Bottas an die Spitze vor: Ein gewonnenes Duell gegen Kimi Räikkönen und zwei problemlose Überholmanöver gegen Esteban Ocon und Lance Stroll stellten die erwartete Hierarchie wieder her.

«Tifosi» wieder enttäuscht

Die überwiegend italienischen Zuschauer hatten im «Autodrome Nazionale» in Monza auf den ersten Ferrari-Heimsieg seit 2010 (Fernando Alonso) gehofft. Doch auf dem Hochgeschwindigkeitskurs konnte die «Scuderia» schlicht nicht mit den schnelleren Mercedes mithalten.

Vettel büsste als 3. erstmals in diesem Jahr die Führung in der WM-Wertung ein. Räikkönen wurde 5. – unmittelbar hinter Daniel Ricciardo, der von Startplatz 16 ins Rennen gegangen war. Viel Pech bekundete Max Verstappen: Der Red-Bull-Pilot erlitt nach einem Rencontre mit Felipe Massa einen Reifenschaden. Für den Niederländer gab es mit Rang 10 deutlich weniger Punkte als einkalkuliert.

Der WM-Stand

1. Lewis Hamilton (Gb/Mercedes) 238 Punkte

2. Sebastian Vettel (De/Ferrari) 235

3. Valtteri Bottas (Fi/Mercedes) 197

Sauber fehlt der Speed

Nach etlichen Zurückversetzungen hatten Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein von Startplatz 11 bzw. 12 ins Rennen gehen können. Dort wurde aber einmal mehr offenkundig, dass der Schweizer Rennstall mit dem derzeitigen Motor nicht konkurrenzfähig ist. Am Ende landeten die Sauber zuhinterst im Feld und blieben zum 5. Mal in Serie ohne Punkte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 3.9.2017, 13:30 Uhr