Krach um Lärm in der Formel 1

Ausgerechnet um angeblich zu leise Motoren ist in der Formel 1 ein Streit ausgebrochen. Die «Königsklasse» müsse laut und aufregend sein, fordern die einen. Das sei rückwärtsgewandtes Denken, argumentieren die andern. Was meinen Sie?

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Bildlegende: Der Sauber-Bolide 2014 Bei Testfahrten im Janaur in Jerez. Keystone

Während sich Millionen lärmgeplagter Bürger nichts mehr wünschen als leisere Autos, Flugzeuge und Züge, fordern einige in der Formel 1 das Gegenteil: Die Motoren sollen lauter werden.

Denn der Geräuschpegel in der «Königsklasse» ist seit dem Wechsel vom 2,4-Liter-V8- auf den 1,6-Liter-V6-Turbo-Motor massiv gesunken. Als «Staubsauger» verspottete Weltmeister Sebastian Vettel die neuen Geräusche. F1-Promotor Bernie Ecclestone verlangt, dass «die Motoren wieder Formel-1-Lautstärke haben».

Andere Vertreter sind gegenteiliger Ansicht. Mercedes-Verwaltungsratschef Niki Lauda spricht von einer «zukunftsweisenden Technologie» und sagt: «Der Gedanke, die Autos künstlich wieder laut zu machen, geht in die falsche Richtung.»

Kaum überraschend ist, dass sich Gegner (Red Bull) und Befürworter (Mercedes) der leiseren Motorengeräusche aus jenen Reihen rekrutieren, die gegenüber dem Vorjahr verloren bzw. gewonnen haben.

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Formel 1: GP Australien

4:28 min, aus sportpanorama vom 16.3.2014