Nach Reifen-Chaos: Pirelli muss sich erklären

Nach dem Reifen-Chaos beim Formel-1-Rennen in Silverstone hat Weltverbandschef Jean Todt «umgehende Lösungsvorschläge» von Hersteller Pirelli gefordert.

Die Reifen von Pirelli. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sorgen für Gesprächsstoff und rote Köpfe Die Reifen von Pirelli. Reuters

«Die Sicherheit der Fahrer ist unsere Priorität», sagte der Franzose nach dem Grand Prix von Grossbritannien. Pirelli wurde zu einer Dringlichkeitssitzung der Sport-Arbeitsgruppe der Formel 1 am Mittwoch auf dem Nürburgring geladen. Offen ist, ob die Änderungen bereits beim Deutschland-Rennen am Sonntag greifen werden.

Hamilton: «Das ist nicht akzeptabel»

In Silverstone waren reihenweise Reifen geplatzt, das Rennen stand kurz vor einem Abbruch. Die Fahrer reagierten mit Wut auf die Vorfälle. «Das ist einfach nicht akzeptabel. Sie machen erst etwas, wenn jemand verletzt wird», schimpfte Mercedes-Pilot Lewis Hamilton.

Klebemittel Ursache für das Chaos?

Pirelli konnte die Reifenschäden zunächst nicht erklären. «Wir haben etwas gesehen, das wir nicht verstehen», sagte Motorsportdirektor Paul Hembery. Wegen des Ärgers um hohen Reifenverschleiss zu Saisonanfang hatte der Hersteller in  Silverstone mehr Klebemittel für die Pneus verwendet. Dies könnte eine Ursache für die Vorfälle gewesen sein.

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Der GP von Grossbritannien («sportpanorama»)

4:02 min, vom 30.6.2013