Nach Unfall: Strengere Regeln in der Boxengasse

Aus Angst vor einem weiteren Unfall wie beim GP von Deutschland auf dem Nürburgring hat der Automobil-Weltverband FIA durchgegriffen. Schon beim GP von Ungarn in zweieinhalb Wochen dürfen sich nur noch Teammitglieder und Streckenposten in der Boxengasse aufhalten.

Video «Kameramann wird von Webbers Hinterreifen getroffen («sportlive»)» abspielen

Kameramann wird von Webbers Hinterreifen getroffen («sportlive»)

0:19 min, vom 7.7.2013

Am vergangenen Sonntag hatte sich beim Red-Bull-Boliden von Mark Webber während eines Boxenstopps ein Reifen gelöst und einen Kameramann getroffen. Der Brite erlitt dabei eine Schlüsselbeinfraktur und brach sich zwei Rippen.

«Alle Kamerateams werden in Zukunft nur noch von der Boxenmauer aus filmen dürfen», betonte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. «Da war war ja ein ganzer Pulk von Mechanikern, das Rad hätte auch jeden von ihnen treffen können», so Ecclestone sichtlich bewegt.

Helmpflicht für Mechaniker

Darum werden die Richtlinien auch für Mechaniker und Fahrer verschärft. Alle Teammitglieder, die während eines Boxenstopps an einem Auto arbeiten, müssen künftig Helme tragen. Sie dürfen sich zudem nur noch so unmittelbar wie möglich zum geplanten Boxenstopp in der Pit Lane aufhalten.

Tempo wird gedrosselt

Ausserdem werden die Tempolimits gedrosselt: Statt 100 km/h sind nur noch deren 80 erlaubt. Für 2014 sind die Änderungen bereits gültig, die FIA allerdings will sie schon bis zum nächsten Rennen in Budapest am 28. Juli einführen. Dazu fehlt einzig die Bestätigung der offiziellen Regelbehörde.