Von Gegnern zu Team-Kollegen

Dominique Aegerter und Randy Krummenacher treten in dieser Saison in einem gemeinsamen Team zur Moto2-WM an. SRF-Kommentator Herbert Zimmermann sieht in dieser «Zweckehe» einige Vorteile. Auf die Probe gestellt wird diese bereits am Sonntag beim Saisonauftakt.

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Schweizer Duo Aegerter und Krummenacher («sportaktuell»)

2:05 min, vom 6.4.2013

Der Team-Kollege ist der erste Gegner, den es zu schlagen gilt - heisst eine Regel im Motorrad-GP. Diese Regel setzen Dominique Aegerter und Randy Krummenacher nicht ausser Kraft: Am Ende zählt für alle Piloten nur der eigene Rang - gegen jeden, der vor einem liegt, hat man verloren.

Vorteile auf beiden Seiten

Doch die beiden unterschiedlichen Schweizer - Aegerter, der bodenständige Berner Arbeiter, Krummenacher, das sensible Zürcher Talent - sehen im gemeinsamen Team eine Chance.

Herbert Zimmermann kommentiert für SRF Rennen der Motorrad-WM. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hautnah dabei Herbert Zimmermann kommentiert für SRF die Rennen der Motorrad-WM. SRF

Aegerter hat endlich einen echten Gradmesser im Team, dank dem er sich auf seinem bereits hohen Niveau verbessern kann. Krummenacher hat erstmals in der Moto2 jemanden, der ihm auf der Strecke fahrerische Alternativen zeigt. Das Wichtigste: Sie sprechen darüber, nicht nur in derselben Sprache, sondern mit Sinn für diese «Zweckehe».

Härtetest beim Rennen

Soweit die vielversprechende Praxis bei Tests und Trainings. Allerdings wird diese Ehe erst bei den Rennen auf die Probe gestellt. Und die beginnen am Sonntag, mit der «Team-Gegner-Regel» als drohendem Scheidungsgrund.