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Janka: Option für Pyeongchang?
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Jankas Hoffnung auf Olympia Der «Iceman»: Ohne Ernstkampf ins Aufgebot für Pyeongchang?

Carlo Janka wird verletzungsbedingt wohl weiter auf Ernstkämpfe verzichten. Für Olympia ist er dennoch ein Kandidat.

Die Selektionskriterien von Swiss-Ski sind eigentlich klar: Einen Top-7-Rang oder 2 Platzierungen unter den besten 15 muss ein Fahrer erreichen. Dann kommt seine Einberufung ins Olympia-Team in Frage. Eigentlich, denn: Bei Carlo Janka, nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Oktober noch ohne Saisonrennen, könnte eine Ausnahme-Regelung greifen.

Aber eines nach dem anderen: Am Wochenende findet mit der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen das letzte Speedrennen vor den Olympischen Spielen statt. Stand jetzt wird Janka die Trainings bestreiten, jedoch auf den Ernstkampf verzichten.

Der Verletzten-Status als Strategie?

Speedtrainer Jörg Rothen begründet: «So könnte Carlo den Verletzten-Status wahren.» Wer 2 Rennen in einer Disziplin bestreitet, verliert diesen Status – und bei nicht ansprechenden Resultaten die gute Startnummer.

Soll Janka ohne Rennpraxis nach Südkorea mitgenommen werden und dort eine interne Ausscheidung fahren dürfen? Rothen führt 3 Argumente ins Feld, die einen möglichen Start des «Iceman» stützen:

  • Janka hat vor 2 Jahren die Hauptprobe, den Super-G in Jeongseon, in überlegener Manier gewonnen.
  • Der Olympiasieger von 2010 weiss, wie man zu Gold fährt.
  • Der Obersaxer sei ein echter «Rennhund», der sich stets steigern könne, wenn es ernst gilt.
Wir müssen die besten Sportler dabei haben und faire Überlegungen treffen.
Autor: Thomas Stauffer

Thomas Stauffer, Cheftrainer von Swiss-Ski, will diese Option nicht ausschliessen. Jedoch relativiert er: «Wenn die Plätze belegt sind, ist das nicht so einfach. Wir müssen die besten Sportler dabei haben und faire Überlegungen treffen.»

Jankas Hoffnung ist zugleich die Angst von Marc Gisin und Patrick Küng. Die beiden erfüllen die Selektionskriterien, sind aber (wohl im Gegensatz zu Beat Feuz, Mauro Caviezel und Gilles Roulin) nicht für einen Abfahrts-Start in Pyeongchang gesetzt.

Sendebezug: SRF 3, Nachmittagsbulletin, 23.1.2018, 18:45 Uhr

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10 Kommentare

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  • Kommentar von yannick schmid  (yannickfcsg)
    In der Abfahrt sehe ich ihn nicht so stark wie im Super G. Im Super G sind wir Schweizer sowiso schwach und da können wir Janka gut brauchen.
  • Kommentar von Marc Maurer  (Fra nz Klammer)
    Für einen „Rennhund“ sollte es ja kein Problem sein, im Rennen in Garmisch ein super Resultat zu erzielen und sich so zu qualifizieren.
  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Also wenn ein Skifahrer die Trainings auf der schwierigen Strecke in Garmisch bestreiten kann und trotzdem auf einen Start an den Rennen verzichtet, weil befürchtet wird, dass die Resultate doch nicht stimmen, ist dies äusserst unsportlich. Es zeigt genau genommen auch, dass die Form nicht ausreicht, um an den olympischen Winterspielen ein gutes Resultat zu erreichen, geschweige denn auf das Podest zu kommen.
    1. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Sie meinten dann wohl die beiden Trainings, welche er in Wengen gefahren ist. In Kitzbühel wollte er eigentlich auch die Trainings mitfahren, um eben auch im Rennmodus zu trainieren, hat es dann aber sein lassen. In Garmisch war gestern nur der Nachtslalom.