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Rio 2016 Steffen verpasst die Bronzemedaille

Benjamin Steffen hat im olympischen Degen-Turnier den Sprung auf das Podest verpasst. Der Basler verlor den kleinen Final gegen den Franzosen Gauthier Grumier und beendete den Wettkampf auf Platz 4.

Legende: Video Bronze-Duell: Steffen unterliegt Grumier abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Aus Rio 2016 vom 09.08.2016.

Steffen startete gut und ging mit 3:1 in Führung. Grumier vermochte sich aber zu steigern und die Partie zu drehen. Der Weltranglisten-1. hielt den Schweizer in der Folge auf Distanz und feierte schliesslich einen verdienten 15:11-Sieg.

Steffen nach starkem Wettkampf unbelohnt

Für Steffen war die Niederlage das unglückliche Ende eines zuvor starken Wettkampfes. Der 34-Jährige zog dank Siegen gegen Jason Pryor (USA), Bogdan Nikischin (Ukr) und Yannick Borel (Fr) in den Halbfinal ein. Vor allem gegen Borel konnte Steffen überzeugen. Dem französischen Europameister liess er beim 15:10-Erfolg keine Chance.

Im Halbfinal musste sich Steffen dann dem Südkoreaner Sangyoung Park geschlagen geben. Gegen den blitzschnellen 20-Jährigen fand er kein Mittel und musste sich klar mit 9:15 geschlagen geben.

Ich verspüre eine grosse Leere.
Autor: Benjamin Steffen
Legende: Video Der unterlegene Steffen über sein vorherrschendes Gefühl: «Trotz» abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus Rio 2016 vom 09.08.2016.

Die Enttäuschung bei Steffen war nach dem Wettkampf gross: «Ich verspüre eine grosse Leere. Ich hätte den Halbfinal gewinnen müssen. Gegen die Weltnummer 1 wusste ich, dass es enorm schwierig werden würde.» Aber der Schweizer blickte schon voraus: «Ich bin jetzt noch mehr motiviert für den Team-Wettkampf.»

Heinzer im Viertelfinal out

Für Max Heinzer bedeutete der Viertelfinal Endstation. Der Zentralschweizer scheiterte an Park, dem späteren Bezwinger von Steffen. Heinzer kam gegen den Südkoreaner überhaupt nicht auf Touren. Bereits nach dem 1. Drittel lag er vorentscheidend mit 4:12 im Hintertreffen. Am Schluss lautete das Resultat 15:4 zugunsten von Park.

Enttäuschung für Kauter

Fabian Kauters Medaillen-Traum endete bereits im Achtelfinal. Der Berner machte gegen Borel zwar zunächst einen 7:11-Rückstand wett, musste sich schliesslich aber mit 14:15 geschlagen geben. Schon an den Olympischen Spielen in London war der Schweizer am Franzosen gescheitert. «Vor dem Gefecht war ich mir so sicher, dass ich gewinne. Zweimal bin ich zurückgekommen, aber dann habe ich mich übertölpeln lassen», bilanzierte ein enttäuschter Kauter.

Legende: Video Park im Fecht-Olymp abspielen. Laufzeit 1:40 Minuten.
Aus Rio 2016 vom 10.08.2016.

Park krönt sich zum Olympiasieger

Im Kampf um die Goldmedaille behielt Park das bessere Ende für sich. Der Asiate entschied das Generationen-Duell gegen den 41-jährigen Ungarn Geza Imre nach 10:14-Rückstand noch mit 15:14 für sich.

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zurbuchen (drpesche)
    Wieso muss man eigentlich im Fechten (und bei anderen Sportarten) um die Bronzemedaille kämpfen, während sie beispielsweise im Judo einfach zwei Personen verteilt wird? Überhaupt sind die Wettkampf-Verläufe in den verschiedenen Disziplinen viel zu unterschiedlich.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Das ist weil nicht das Olympische Komitee die Regeln in den einzelnen Sportarten festlegt, sondern die Weltverbände der jeweiligen Sportarten. Somit war der entscheid das jeder Verband wegen des Ausschluss der Russen nachvollziehbar, wenn auch nicht gut zu heissen!
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Wie erwartet, die Fechter werden hochgelobt und bringen am Schluss nichts. Das war schon in London so und nun geht es gleich weiter. die Schweiz kann an OS keine Medaillen im Fechten holen die Zeiten der starken Auftritte im Team sind definitiv vorbei. Man fragt sich was sie aus der Pleite von London gelernt haben, offenbar leider nichts.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Die vielgerühmten Degenfechter sind eben auch typische Schweizer Athleten, wenn es um grosse Titel geht versagen sie. Das war schon in London so und ist in Rio identisch. Dem Schweizer Sport fehlt es zur Zeit an wirklich Topleuten fast gänzlich. Ich wage den Tipp, dass ausser ev. Schurter niemand von den Herren eine Medaille holen wird.
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