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Kein Weltcup-Final in Cortina d'Ampezzo
Aus sportaktuell vom 06.03.2020.
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Cortina ersatzlos gestrichen Kritik an Absage des Weltcup-Finals

Mikaela Shiffrins Manager hat nach der Absage des Weltcup-Finals in Cortina d'Ampezzo gegen die FIS gestänkert.

«Wie immer hat niemand die Fahrer gefragt, ob sie fahren wollen oder nicht», bemängelte Kilian Albrecht bei Twitter. Der Manager von Mikaela Shiffrin reagierte damit auf den Entscheid des Ski-Weltverbands FIS, der am Freitag das Saisonfinale in Cortina d'Ampezzo (18. bis 22. März) aufgrund des Coronavirus abgesagt hatte.

Albrecht äusserste auch sein Unverständnis darüber, dass die FIS die Rennen angeblich nicht im schwedischen Are und im norwegischen Kvitfjell austragen wollte. Zuletzt war gemunkelt worden, dass sich die Orte als gemeinsame Ersatzveranstalter angeboten hätten.

Harte Worte von Shiffrin-Manager Albrecht

«Die FIS hätte genügend Geld gehabt, um Schweden und Norwegen bei der Organisation zu helfen», behauptete Albrecht. Der gesamte Vorgang sei ein weiterer «Beweis für Missmanagement und totale Verzweiflung» seitens des Weltverbands. Auch US-Skistar Ted Ligety äusserte sein Unverständnis darüber, dass kein Ersatzort gesucht wurde.

Waldner argumentiert mit den Finanzen

FIS-Renndirektor Markus Waldner sagte indes: «Die Absage war die einzig richtige und die einzig mögliche Entscheidung.» Dies vor allem deshalb, da verschiedene Länder Einreiseverbote für Italien verhängt hatten und entsprechend viele Fahrerinnen und Fahrer nicht hätten nach Cortina anreisen können.

Die Suche nach einem Ersatzort scheiterte gemäss Waldner an den Finanzen. Allein 1 Million Euro hätte an Preisgeld aufgeworfen werden müssen, zudem nehmen Ersatzorte weniger Geld aus TV-Rechten ein.

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Waldner: «Eine Alternative scheiterte in finanzieller Hinsicht»
Aus Sport-Clip vom 07.03.2020.
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Durch die Absage der finalen Rennen stehen Beat Feuz (Abfahrt) und Corinne Suter (Abfahrt und Super-G) vorzeitig als Disziplin-Weltcupsieger fest. Alle anderen Entscheidungen fallen an diesem und am kommenden Wochenende.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 6.3.2020, 22:40 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Müller  (KaMü)
    Würde Herrn Albrecht und die Fahrerinnen und Fahrer mal als erstes fragen, ob sie denn auf das Preisgeld verzichten würden, zugunsten eines fairen Abschlusses in sportlicher Hinsicht.
    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Würden sie mal auf ihren Lohn verzichten? Ich finde die Frage befremdlich und das sie soviel Zustimmung bekommen, bedenklich. Man erwartet viel von den anderen, aber selbst? Man will Gratis alles im PC Konsumieren, Man will Billig einkaufen, aber selbst keine Einschränkungen bei sich! Sehr Egoistisch. Ich finde immer noch das im Ski Sport gegenüber andren Sportarten ein sauberes und fairer es Gehalt bezahlt wird!
    2. Antwort von Lilian Albis  (...)
      @ Röthenmund: Erstens war das ziemlich sicher eine rhetorische Frage und zweitens geht's ja eben darum, dass sich die Ersatzorte keine so hohen Preisgelder leisten können, da es keine Einnahmen vom Publikum und weniger Einnahmen der TV Übertragungen gegeben hätte. Darum macht doch Absagen mehr Sinn, als schlussendlich zwei bis drei Orte (Cortina, Kvitfiell und Are) mit einem Loch in der Kasse zurück zu lassen.
  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    M. Shiffrins Aussage muss man nicht allzu ernst nehmen Sie und Albrecht sprechen wie der Wind geht. Sie hätte ja schon lange in den Weltcup zurückkehren können.
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      was für ein schrecklicher Kommentar von Ihnen, Max Stadler: vielleicht hatten Sie noch nie einen grossen Schock im nahen Umfeld, wissen also nicht, wie es ist, wieder Boden unter die Füsse zu bekommen. Dass dann nach einem Flug zurück nach Europa sich Frust Luft macht, verstehe ich eigentlich. Und dass Ersatzort, der bereitstand wegen der Finanzen nicht zum Zug kommt....? das allerdings verstehe ich eher weniger. Aber in diesen Zeiten geschehen eben merkwürdige Dinge
  • Kommentar von Ramun G. Saluz  (RGS)
    ..... und wieder einmal zeigt sich, es liegt immer nur am Geld.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Wo gibt es schon etwas gratis?