Rückblick WM 1934: 6 Medaillensätze in 3 Tagen

Zum 5. Mal findet in St. Moritz eine alpine Ski-WM statt. In einer Serie blicken wir auf besondere Geschichten früherer Austragungen zurück. In diesem Artikel: Die WM 1934 war fest in der Hand zweier Nationen – und dauerte nur ganz kurz.

    • 1.
      Wettkämpfe im Schnelldurchlauf
      Zwischen dem 15. und 17. Februar 1934 absolvierten Männer und Frauen je eine Abfahrt und einen Slalom. Aus diesen beiden Veranstaltungen ergab sich noch ein dritter Medaillensatz für die Kombination. Was heute als 4. Alpine Ski-WM geführt wird, hiess damals einfach FIS-Meisterschaft. Erst ab 1937 trugen die Veranstaltungen offiziell den Titel Weltmeisterschaften.
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      Bildlegende: Publikum SRF

    • 2.
      Eigentlich ein Zwei-Länder-Wettbewerb
      Unmittelbar vor der WM brach der Österreichische Bürgerkrieg aus. Von der Absenz der ÖSV-Athleten profitierten die Schweizer Gastgeber und das Deutsche Reich, die je 9 Medaillen ergatterten. Nur weil der Italiener Ido Cattaneo in der Abfahrt zeitgleich mit dem Schweizer Heinz von Allmen Dritter wurde, kam überhaupt noch ein anderes Land zu Edelmetall.
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      Bildlegende: Stadtbild SRF

    • 3.
      Epische Speed-Rennen
      Die Abfahrt war damals fast eine Ausdauerdisziplin. Für die Renndistanz von 4,45 Kilometern brauchte der Schweizer Sieger David Zogg 4:27 Minuten, und bei den Frauen benötigte Deutschlands Christl Cranz gar 5:38 Minuten für Platz 1. Zum Vergleich: 2017 wird die Männer-Abfahrt knapp 3 Kilometer lang sein, während die Frauen rund 2,5 Kilometer zu absolvieren haben.
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      Bildlegende: Abfahrt SRF