Zum Inhalt springen

St. Moritz 2017 Stuhec: Stark dank Skiwechsel und Servicefrau

Ilka Stuhec hat sich mit ihrem WM-Abfahrtssieg endgültig zur Nachfolgerin von Tina Maze aufgeschwungen. Wir stellen die 26-jährige Slowenin vor.

Legende: Video Stuhec kürt sich in St. Moritz zur Speed-Königin abspielen. Laufzeit 02:47 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.02.2017.

  • 1. Die Mutter als Servicefrau

    Stuhecs Mutter Darja spielt im Leben der 26-Jährigen eine ganz besondere Rolle. Nachdem Ilka 2009 den Kaderstatus verloren hatte, bildete sie mit ihrer Mutter ein Zwei-Frauen-Team. Auch heute noch fungiert Darja als Servicefrau ihrer Tochter und ist damit die einzige Frau im Skizirkus, die Skier präpariert. Diese Aufgabe kann Darja zwischendurch auch mal den Schlaf rauben, wie sie zugibt: «Manchmal stehe ich mitten in der Nacht auf, um die Ski nochmals zu präparieren.» In St. Moritz hat sie alles richtig gemacht.

  • 2. Der Durchbruch des Talents

    2007 und 2008 wurde Stuhec Junioren-Weltmeisterin im Slalom respektive in der Abfahrt. Ebenfalls 2007 startete sie erstmals im Weltcup. Doch die Slowenin musste sich unter anderem wegen 5 Knieoperationen fast 10 Jahre gedulden, ehe sie es auch auf höchster Stufe aufs Podest schaffte – und Anfang Dezember 2016 in Lake Louise landete sie gleich einen Doppelsieg. Dazu kamen noch je ein Abfahrts-, ein Super-G-, sowie ein Kombi-Sieg – und nun die absolute Krönung in Form von WM-Gold in der Königsdisziplin.

  • 3. Die Nachfolgerin von Maze

    2015 ist Tina Maze in Vail Weltmeisterin in der Abfahrt geworden, im Januar 2017 ist sie endgültig zurückgetreten. Nun ist Stuhec in die Fussstapfen der slowenischen Überfliegerin getreten. Und es gibt eine weitere Parallele: Seit diesem Frühling fährt Stuhec dieselbe Schweizer Skimarke wie Maze. Dies freut auch ihre Vorgängerin, die in St. Moritz als Expertin von Eurosport arbeitet. Auf Twitter schrieb Maze: «Die Abfahrtskrone bleibt in Slowenien. Die Stöckli-Ski fliegen auf heimischem Boden. Gratulation Ilka Stuhec!»

    Tina Maze.
    Legende: Die Vorgängerin freut's Tina Maze. EQ Images

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.2.17, 10:20 Uhr