Vonn und Veith: Von der Reha aufs WM-Podest?

Lindsey Vonn und Anna Veith haben schwierige Zeiten hinter sich. Dass sie an der WM in St. Moritz aber nur Nebendarstellerinnen sind, ist nicht anzunehmen.

Lindsey Vonn und Anna Veith. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Krönen sie ihre Comebacks? Lindsey Vonn und Anna Veith. Keystone

Lindsey Vonn und Anna Veith – zwei Athletinnen die wissen, wie man an einer WM Medaillen gewinnt. Sowohl die Amerikanerin als auch die Österreicherin haben an Weltmeisterschaften bereits je 6 Mal Edelmetall eingeheimst. Diesmal ist die Ausgangslage aber für beide eine andere.

Lindsey Vonn, die Kämpferin

Das Jahr 2016 war zweifelsohne ein schwarzes für die Amerikanerin. Im Februar hatte sie sich in Andorra eine Knieverletzung zugezogen, musste die Saison abbrechen. Im November, zwei Wochen vor ihrem geplanten Comeback, folgte der nächste Rückschlag: Oberarmbruch, wieder zwei Monate Pause.

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Doch Vonn wäre nicht Vonn, hätte sie sich nach fast einjähriger Absenz nicht mit einem Paukenschlag zurückgemeldet. In der Abfahrt von Garmisch feierte sie ihren 77. Weltcupsieg. Nur gerade zwei Rennen benötigte sie, um wieder die gesamte Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Bei der WM-Hauptprobe in Cortina landete Vonn zwar im Fangnetz. Dieser Ausfall dürfte die Amerikanerin im Hinblick auf die WM-Abfahrt aber nur noch heisser gemacht haben.

Anna Veith, das Fragezeichen

Eine noch längere Zwangspause hat Veith einlegen müssen. Die Österreicherin stürzte Mitte Oktober 2015, nur 3 Tage vor Saisonbeginn, im Training und verletzte sich schwer am rechten Knie. Der Weltcup-Winter war für sie gelaufen, ihr Comeback gab die 27-Jährige erst Ende vergangenen Dezember im Riesenslalom von Semmering.

Bisher hat sie ihr früheres Niveau in dieser Disziplin, in der sie in St. Moritz genau wie im Super-G notabene als Titelverteidigerin antreten wird, noch nicht wieder erreicht. Dafür setzte Veith im letzten Super-G vor den Titelkämpfen als Dritte ein Ausrufezeichen. Ob die Österreicherin ihre Form genau zum richtigen Zeitpunkt gefunden hat, werden die nächsten zwei Wochen zeigen.

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Sendebezug: sportpanorama, 29.01.2017, 18:15 Uhr