Alles ist möglich in der WM-Kombi – auch für Janka

Das Favoritenfeld in der Super-Kombination bei der WM in Vail/Beaver Creek ist breit. Die grösste Schweizer Medaillenhoffnung ist Carlo Janka, der in der Spezialabfahrt eine ansprechende Leistung zeigte. Beflügelt ist auch Beat Feuz.

Carlo Janka beim Slalom. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wie in Wengen? Carlo Janka bräuchte in Vail einen ähnlich starken Lauf wie bei der vorletzten Kombination. EQ Images

Die Super-Kombination ist im Weltcup etwas aus der Mode gekommen. Einzig in Wengen und Kitzbühel wird diese Disziplin noch regelmässig durchgeführt – dazu kommen die Kombinationen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie die Super-Kombi der Männer an der WM in Vail/Beaver Creek am Sonntag live auf SRF zwei oder im Stream auf www.srf.ch/sport. Um 17:55 Uhr steht die Abfahrt an, um 22:00 Uhr folgt der Kombi-Slalom.

Für die Favoritenrolle kommen einige Fahrer infrage. In den letzten beiden Weltcup-Kombis sowie an der WM 2013 und Olympia 2014 stiegen 10 verschiedene Fahrer aufs Podest. Nur Routinier Ivica Kostelic schaffte es dreimal unter die Top 3. Im Training kam er mit der «Birds of Prey» aber nicht zurecht.

Ligety und Pinturault in Pole Position

Die besten Chancen werden Ted Ligety und Alexis Pinturault eingeräumt. Der Amerikaner, der 2013 in Schladming Kombi-Weltmeister wurde, und der Franzose sind gemäss Papierform die gefährlichsten Athleten. Im Abschlusstraining lagen sie mit gut 1,7 Sekunden Rückstand gleichauf. Doch auch Marcel Hirscher kann sich Medaillenchancen ausrechnen, sofern er in der Abfahrt nicht allzu viel Zeit verliert.

Olympiasieger Viletta fehlt

Aus Schweizer Sicht sind die letzten Super-Kombinationen in guter Erinnerung. Bei den Olympischen Spielen 2014 stach Sandro Viletta in Sotschi die Favoriten aus und fuhr überraschend zu Gold. Wegen Rückenproblemen musste der Bündner für die WM in Vail/Beaver Creek aber Forfait erklären.

Wengen-Sieger Janka hofft

Grösste Schweizer Medaillenhoffnung ist deshalb Carlo Janka. Der Obersaxer verblüffte die Konkurrenz im Januar in der Kombi von Wengen, als er sich dank einem ausgezeichneten Slalomlauf seinen ersten Weltcup-Sieg seit 4 Jahren sicherte.

Janka kann auf einer ansprechenden Spezialabfahrt (Rang 9) aufbauen. «Abwarten», entgegnet der 28-Jährige zu seinen vermeintlich gestiegenen Aussichten. «Denn dieser Fläche oben traue ich immer noch nicht ganz. Ich bin gespannt, ob ich dieses Teilstück nochmals so hinkriegen werde.»

Für die Schweiz gehen weiter Silvan Zurbriggen, Mauro Caviezel und Beat Feuz an den Start. Ihre Slalomqualitäten dürften aber (mittlerweile) zu wenig gut sein, um vorne mitmischen zu können. Doch Feuz ist nach seiner Bronzemedaille beflügelt. Er hofft, im ersten Wettkampfteil vorlegen zu können und erwartet danach im Slalom «einen Kampf auf Biegen und Brechen».

Die Kombis in Schladming, Sotschi, Wengen und Kitzbühel


WM 2013 Schladming
OS 2014 Sotschi
Weltcup 2015 Wengen
Weltcup 2015 Kitzbühel
1.Ligety (USA)
Viletta (Sz)
Janka (Sz)
Pinturault (Fr)
2.Kostelic (Kro)
Kostelic (Kro)Muffat Jeandet (Fr)
Hirscher (Ö)
3.Baumann (Ö)
Innerhofer (It)
Kostelic (Kro)Bank (Tsch)

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.02.15 18:30 Uhr

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