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Vail 2015 Anna Fenninger gewinnt «Riesenslalom-Krimi»

Die Österreicherin Anna Fenninger hat den WM-Riesenslalom in Vail/Beaver Creek überlegen für sich entschieden. Silber und Bronze gingen an Viktoria Rebensburg und an Jessica Lindell-Vikarby. Beste Schweizerin war Wendy Holdener auf Platz 17.

Anna Fenninger distanzierte die Konkurrenz bereits im 1. Lauf entscheidend. Die 25-jährige Salzburgerin, die zum WM-Aufakt bereits Gold im Super-G gewonnen hatte, holte 0,81 Sekunden Vorsprung auf Landsfrau Michaela Kirchgasser heraus und hatte die Goldmedaille bei Halbzeit damit praktisch schon im Sack.

Dies hinderte Fenninger aber nicht, im 2. Lauf noch einmal für Spannung zu sorgen. Bei einem Schnitzer im unteren Streckenteil konnte sie ein Ausscheiden nur knapp verhindern - trotzdem rettete sie am Ende den komfortablen Vorsprung von 1,40 Sekunden ins Ziel.

Fenninger war von ihrem überlegenen Auftritt selber überrascht: «Ich weiss nicht, wie das möglich war», erklärte sie im Siegerinterview. «Nach dem Fehler im 2. Durchgang war ich sicher, dass ich zurückgefallen bin. Dass es dann mit so einem Vorsprung zu Gold reicht, das ist unglaublich», so die Österreicherin.

Rebensburgs Sprung auf den Silberplatz

Bereits vor der Fahrt von Fenninger hatte sich der 2. Lauf zu einem Krimi entwickelt. Die Deutsche Viktoria Rebensburg, nach dem 1. Lauf nur enttäuschende Elfte, fuhr eine starke Bestzeit, an der die Konkurrentinnen in der Folge gleich reihenweise scheiterten. Die Olympiasiegerin von Vancouver 2010 holte am Ende Silber, Bronze ging an die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby, die ihren Rang aus dem 1. Durchgang halten konnte.

An den Medaillen vorbei fuhren dagegen Tina Weirather (Lie), Tina Maze (Sln) oder Michaela Kirchgasser (Ö), die 2. nach dem 1. Lauf.

Holdener: «Wichtig ist der Samstag»

Den Schweizerinnen gelang im 4. WM-Rennen in Beaver Creek kein Exploit. Wendy Holdener zeigte zwei solide Läufe und belegte den 17. Schlussrang, nachdem sie bei Halbzeit noch an Position 15 gelegen hatte. «Ich bin sehr enttäuscht, dass es nicht für die Top 15 gereicht hat. Ich bin im zweiten Lauf nicht mehr so gut gefahren. Wichtig ist aber, dass ich am Samstag dann in Form bin», blickte sie gleich auf den Slalom vom Wochenende voraus.

Gisin mit gelungenem Comeback

Dominique Gisin vollbrachte bei ihrem Comeback nach dreiwöchiger Verletzungspause erwartungsgemäss keine Wunderdinge und belegte Platz 19. Mit einem starken 2. Lauf deutete die Engelbergerin an, dass schon bald wieder mit ihr zu rechnen sein wird. «Das war ein Schritt vorwärts, auf den ich aufbauen kann», bilanzierte Gisin nach ihrem einzigen WM-Einsatz.

Kurzer Auftritt von Lara Gut

Schnell beendet war das Rennen für Lara Gut, die grösste Schweizer Hoffnung im Riesenslalom. Die Tessinerin wurde im 1. Lauf nach wenigen Fahrsekunden auf einer Welle abgehoben und verpasste das anschliessende Tor. «Mir fehlt im Riesenslalom die 100-prozentige Sicherheit, die ich im letzten Jahr gehabt habe. Wenn es da fehlt, dann passieren Fehler und man kann nicht an die Grenzen gehen. Daran muss ich arbeiten», sagte die WM-Dritte in der Abfahrt über ihr schnelles Out.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.02.15, 21:45 Uhr

11 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz M., Tösstal
    @René: Ich habe schon unzählige Interviews von Skifahrerinnen gesehen (Fenninger, Vonn, Gisin, Maze und wie sie alle heissen). Alle hatten den Anstand, sich ohne eine fast das ganze Gesicht verbergende Brille dem Interview zu stellen. Ich finde das einfach arrogant. Eine normale Sonnenbrille finde ich o.k. @Ursula: Bin absolut mit Ihnen einverstanden! Traurig aber wahr: Unsere einstige Paradedisziplin RS ist nur noch ein Trümmerhaufen! Wo bleibt der Nachwuchs?
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Mit 1.45 sec Vorsprung ink.l Fehlerist klar , wo die anderen Fahrerinnen stehen .
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  • Kommentar von Ursula, Erlenbach
    Michelle Gisin hat diesen Winter kein einziges Top-Resultat herausgefahren, warum um Himmels Willen darf sie den Riesenslalom fahren? Was sind das auch für Trainer?
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