Erst die Medaillen – dann ein Selfie

Bei der Siegerehrung der WM-Abfahrer in Vail herrschte Gänsehautatmosphäre – auch weil die Amerikaner mit Travis Ganong einen Einheimischen auf dem Podest hatten. Mittendrin aber standen Weltmeister Patrick Küng und Bronzegewinner Beat Feuz.

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TV-Hinweis

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Am Sonntag ab 13:50 Uhr zeigt SRF zwei nochmals eine Teilaufzeichnung der WM-Abfahrt der Männer. Um 14:35 Uhr wird auf SRF zwei und im Stream auf srf.ch/sport die Siegerehrung wiederholt.

Eine bessere Kulisse und prickelndere Stimmung hätten sich die beiden Schweizer für ihre Medaillen-Premiere an einem Grossanlass nicht aussuchen können.

Stunden nach dem Rennen, dem WM-Höhepunkt, erwartete die beiden in Vail ein Meer von Zuschauern zu einer ausgelassenen Feier. Darunter mischten sich zahlreiche Schweizer Fans, die frenetisch rot/weisse Fahnen schwenkten. Auch eine Glarner Flagge mit der Symbolfigur Fridolin war auszumachen – sie galt dem Titelträger Patrick Küng.

Den Geburtstag vorgezogen

Die Atmosphäre war auch darum vollkommen, weil die beiden Schweizer auf dem Podest von Travis Ganong flankiert wurden. Sein 2. Rang versetzte das Heimpublikum natürlich in Ekstase.

Küng und Beat Feuz genossen den Moment in vollen Zügen. Nachdem der neue Weltmeister mit einer Limousine mit der Aufschrift «Gold medalist» vorgefahren wurde, durfte er sich ins Goldene Buch eintragen und dann auf der obersten Podeststufe die ersehnte Medaille entgegennehmen. Und der Emmentaler Feuz, der vor 8 Jahren schon dreifacher Junioren-Weltmeister geworden war, zog mit Bronze vier Tage vor seinem 28. Geburtstag ein verfrühtes Geschenk ein.

Küng und Feuz strecken ihre Medaillen in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gold und Bronze um den Hals Patrick Küng (l.) und Beat Feuz wurden anschliessend im House of Switzerland gefeiert. Keystone

Beim Abspielen der Nationalhymne waren die beiden, die sich in Übersee ein Zimmer teilen, sichtlich bewegt. Küng schloss immer wieder die Augen, atmete tief durch und versuchte dazwischen mitzusingen.«Mir ist dabei der ganze Lauf nochmals durch den Kopf gegangen», sagte er hinterher. Nach der Zeremonie schlüpfte der 31-Jährige schnell in die Rolle des Fotografen – durfte doch das fast schon zur Gewohnheit gewordene Selfie nicht fehlen.

Sendebezug: sportlive, SRF zwei, 07.02.15 18:30 Uhr

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Ein von Beat Feuz (@feuz87) gepostetes Foto am

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