Fenninger siegt im Hundertstel-Krimi – Gut nur 7.

Anna Fenninger hat sich beim Super-G in Beaver Creek den zweiten Weltmeistertitel ihrer Karriere geholt. Bei dem von teils starken Windböen geprägten Rennen setzte sich die Österreicherin hauchdünn vor Tina Maze durch. Lara Gut musste eine Enttäuschung hinnehmen.

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2. Abfahrtstraining abgesagt

Das für Mittwoch geplante zweite Training für die Frauen-Abfahrt vom Freitag wurde aufgrund der ungünstigen Wettervorhersagen abgesagt. Es soll viel Neuschnee geben.

Mickrige 0,03 Sekunden Vorsprung zeigte die Uhr im Zielraum nach Anna Fenningers Fahrt an. Die Österreicherin hatte sich in einem Rennen, das zeitweise stark von heftigen Windböen beeinträchtigt wurde, in eindrücklicher Manier hauchdünn vor die Titelverteidigerin Tina Maze geschoben. Für die 25-Jährige, die bereits an den Olympischen Spielen in Sotschi den Super-G gewinnen konnte, ist es nach ihrem Triumph in der Super-Kombi 2011 in Garmisch-Partenkirchen der zweite Weltmeistertitel.

Auch Tina Maze konnte einmal mehr beweisen, dass sie bei Grossanlässen immer für Edelmetall gut ist. Für die Slowenin war es bereits WM-Medaille Nummer 7. Das Podest komplettierte mit nur 15 Hundertsteln Rückstand auf Fenninger Lokalmatadorin Lindsey Vonn.

Gut wird Favoritenrolle nicht gerecht

Lara Gut, die vor dem Rennen als grosse Favoritin gehandelt worden war, musste auf der «Raubvogel»-Piste mit Platz 7 einen Rückschlag hinnehmen. Die grösste Schweizer Medaillen-Hoffnung, die im November 2013 in Beaver Creek bei Super-G und Abfahrt triumphiert hatte, war bei vielen Toren zu spät dran und kam nie richtig auf Zug. Bis ins Ziel verlor die Tessinerin kontinuierlich Zeit, am Ende fehlten ihr fast eineinhalb Sekunden auf die Bestzeit von Fenninger.

Die Fahrt von Priska Nufer

1:37 min, vom 3.2.2015

Suter vom Winde verweht – Nufer mit Achtungserfolg

Viel Pech hatte bei ihrem 5. WM-Super-G Fabienne Suter. Die Schwyzerin – bei Grossanlässen schon viermal in den Top 5 klassiert – wurde bei ihrer Fahrt von den vorherrschenden Verhältnissen stark benachteiligt. Schon früh auf der Strecke erwischte sie eine gewaltige Windböe, die sie sichtlich aus der Spur warf. Im Ziel beschrieb die 30-Jährige ihre Fahrt, die sie schliesslich auf Schlussrang 22 führte, als regelrechten «Blindflug».

Priska Nufer gelang bei ihrem ersten Einsatz an einer WM erwartungsgemäss noch kein Exploit. Die Obwaldnerin, die das Rennen auf dem guten 16. Platz beendete, zeigte aber vielversprechende Ansätze und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 03.02.15 18:30 Uhr