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Vail 2015 Suter: Die Medaille einmal mehr im Visier

Am Dienstag steht mit dem Super-G der Frauen in Vail/Beaver Creek die erste WM-Entscheidung an. Fabienne Suter gehört gemessen an den Resultaten des Winters nicht zu den Top-Favoritinnen. Doch Beaver Creek liegt ihr. Und Ehrgeiz treibt sie an.

Die Ränge 4, 5, 6, 7 und 8 hat Fabienne Suter bei Grossanlässen seit 2009 schon belegt. Die Fahrt ohne den entscheidenden Fehler gelang noch nicht, die so sehr ersehnte Medaille fehlt noch - abgesehen von WM-Teambronze 2007.

«Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt», sagte die Schwyzerin zwar nach dem letzten Medaillen-Event, den Olympischen Spielen 2014, konsterniert. Aber sie gibt nicht auf. Es würde so gar nicht zu ihrem Naturell passen.

Zu viel Selbstkritik

Denn Suter zeichnet sich neben den unbestrittenen technischen Qualitäten vor allem durch Ehrgeiz aus. «Doch vielleicht bin ich manchmal ein wenig zu kritisch gegenüber mir selbst, zu ehrgeizig. Aber so bin ich. Und wahrscheinlich bin ich nur deshalb so weit gekommen», sagt sie schon fast entschuldigend. Im Weltcup stand die 30-Jährige bislang 15 Mal auf dem Podest, 4 Mal zuoberst. Aber das ist schon über 3 Jahre her.

Legende: Video Fabienne Suter über die WM-Abfahrtsstrecke «Raptor» abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 27.01.2015.

Da könnte die WM in Beaver Creek gerade zur rechten Zeit kommen. Zweite war Suter da 2011 auf der Männerstrecke, Vierte im letzten Winter auf der WM-Piste «Raptor». Die Vorfreude ist deshalb gross. «Der Raptor ist sehr anspruchsvoll, technisch schwierig, steil. Ein Piste, auf der man mutig sein und angreifen muss. Ich will ein engagiertes Rennen zeigen.»

Trotz Ausfällen in der Spur

Bereits die 5. WM nimmt Suter in Angriff. Die Nervosität sei nicht mehr so gross wie bei der Premiere, «aber das Kribbeln ist da». Wohl auch, weil sie weiss, «dass es hier funktionieren kann».

In diesem Winter erbrachte sie den Beweis ihrer Klasse mit zwei 5. Rängen in der Abfahrt. Im Super-G ist das Bestergebnis nur Platz 14. In Val d'Isère und zuletzt in St. Moritz erreichte sie nach guten Abschnittszeiten das Ziel nicht.

Cheftrainer Hans Flatscher beunruhigt dies nicht: «Die Ausfälle haben sie in keiner Weise aus der Spur gebracht. Sie ist sehr motiviert und zuversichtlich. Es wäre doch schön, wenn es hier aufgehen würde.» Was er damit meint: Kein Rang zwischen 4 und 8.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 25.02.2015, 13:00 Uhr.

Legende: Video Fabienne Suters Ausfall beim Super-G in St. Moritz abspielen. Laufzeit 00:34 Minuten.
Aus sportlive vom 25.01.2015.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Pan, Aarau
    Es gibt wohl keine Fahrerin, der ich eine Medaille mehr gönnen würde. So eine sympathische, bescheidene Frau, die sich trotz Rückschlägen immer wieder an die Spitze gekämpft hat und trotzdem nicht die Beachtung erhält, die sie eigentlich verdienen würde...
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    1. Antwort von Marcel, Zürich
      Haben wir dies nicht vor Sotschi auch von Gisin gesagt?
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    2. Antwort von Flurin C., Rifferswil
      Sie macht seit Jahr und Tag die gleichen techn. Fahrfehler, zuletzt in St. Moritz. Was soll jetzt anders werden? Soweit ich weiss, ist ihr bestes Resultat an einer WM ein 4. Platz.
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    3. Antwort von Karl Suter, Kirchberg
      Flurin C., Rifferswil: fahren Sie doch mal auf den 4. Platz, dann dürfen sie die angesprochenen Fahrfehler kommentieren. Sie würden ohne Fahrfehler sicher auf dem aller letzten Platz landen! Ich gratuliere Fabienne Suter zu ihren vorzüglichen Leistungen im Skirennsport. Und gönne ihre WM Medaillen...
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    4. Antwort von Flurin C., Rifferswil
      Ja, Herr Suter, als in Davos aufgewachsener, sporttreibender Mensch und begeisterter Skifahrer, kann ich das schon beurteilen. Und ich bin mir desses bewusst, dass sich vieles Im Kopf abspielt. Gestern spielte ihr wirklich das Wetter einen Streich. Aber bei den ersten Plätzen war das Wetter und die Verhältnisse nicht wesentlich besser und die haben es mit ihrer mentalen Stärke trotzdem geschafft. Hoffen wir doch auf heute Abend und drücken unseren Mannen die Daumen!
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