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Vail 2015 Svindal und Miller - auf den Punkt zurück

Mit Aksel Svindal und Bode Miller geben zwei Lichtgestalten des Skirennsports im auf Donnerstag verschobenen WM-Super-G vielbeachtete Comebacks. Auch ohne Referenzwerte aus der bisherigen Saison ist ihnen der Respekt der Konkurrenz gewiss.

Nach einem Achillessehnenriss vor erst dreieinhalb Monaten ist der Heilungsprozess bei Aksel Svindal gerade rechtzeitig genug fortgeschritten, dass er am Dienstag in Beaver Creek zum Abfahrtstraining antreten konnte. Im Ziel befand er: «Ich werde starten, denn ich habe ja nichts zu verlieren.»

Die ungewohnte Situation sorgte beim kühlen Norweger immerhin für erhöhte Nervosität. Schliesslich durfte er aber konstatieren: «Der Fuss hielt der Belastung stand, die Schmerzen waren nicht schlimm.» Aber natürlich hat auch ein 5-maliger Weltmeister daran zu nagen, «dass ich im Gegensatz zur Konkurrenz 3 Monate weg war».

«Halbwegs vorne dabeisein»

Ein vermeintlich grosser Rückstand, den Silvan Zurbriggen so nicht bestätigen wollte. «Wow», entfuhr es dem Walliser nach Svindals Kostprobe, «ich bin überrascht, wie toll er schon wieder fährt.»

Der 32-jährige Svindal selbst beschreibt seine ersten Eindrücke als «ganz ok.». Für den Super-G nimmt er sich eine optimale Leistung vor und hofft dann, in der Abfahrt als Titelverteidiger «halbwegs vorne dabeizusein». Seine Bilanz aus bislang 6 WM-Teilnahmen setzt die Messlatte hoch: Denn bei 25 Starts hat sich Svindal 17-Mal in den Top 10 etabliert.

Zwei WM-Sternstunden

Unmittelbar hinter Svindal reihte sich im Abfahrtstraining Bode Miller als 12. ein. Er verpasste die letzte WM in Schladming wegen einer Arthroskopie und musste sich im November einem komplizierten Eingriff am Rücken unterziehen. Die Aussicht auf Heim-Titelkämpfe hat den 37-Jährigen nochmals angetrieben.

Zudem bestritt er in Vail 1999 seine erste WM, als Achter zeigte er eine verblüffende Slalom-Leistung. Seine grossen WM-Sternstunden erlebte er 2003 in St. Moritz und zwei Jahre später in Bormio mit jeweils zwei Titeln.

10 Jahre später orientiert sich Miller erneut am Podest. Bei 60 Prozent stufte er in Wengen sein Leistungsvermögen nach einer Probefahrt ein. Aktuell gibt er keine solche Prognose mehr ab. Doch er sagt: «Ich bin vertraut mit der Piste und fühle mich von Tag zu Tag besser.»

Sendebezug: SRF zwei, «Vail live» – Magazin, 03.02.15 22:35 Uhr

Legende: Video Das erste Abfahrts-Training der Männer abspielen. Laufzeit 07:10 Minuten.
Aus vail - beaver creek 2015 vom 03.02.2015.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Fredi, CH
    Svindal ist ein talentierter und super-Typ und sportlich immer gerecht (er freut sich auch für andere wenn es ihm mal nicht so läuft), dem mag ich jeden Titel gönnen den er sich holt. Bodo Müller hat auch hart gearbeitet und er hatte letzte Saison viel Pech auch ihm mag ich einen Erfolg nicht missgönnen.
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  • Kommentar von zahnd, Be
    Was unsportlich? Während die anderen Skirennfahrer im Weltcup gefahren sind, hat Svindal sich vorbereitet und hart Trainiert für die Wm dass hat auch eine menge energie gekostet mit seinem Unfall im sommer also finde ich es fair dass er an der WM teilnehmen kann. Ende der disskusion schluss
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    1. Antwort von W. E, Kt. Zürich
      Fakt ist, dass Svindal & Miller diese Saison noch keine WC-Punkte, noch keine Rennen gefahren sind, sie sich somit noch nie haben gut klassieren können, was für alle anderen wichtiges Kriterium für die WM-Teilnahme ist. Diese beiden haben hier eindeutig einen Promi-Bonus erhalten. Unsportlich finde ich es nur schon gegenüber ihren Kollegen im eigenen Team, welche diesen Winter schon viel geleistet haben. Punkt.
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  • Kommentar von W. E, Kt. Zürich
    Zurück auf den Punkt....., kann man jetzt sehen wie man will! Ohne Ergebnisse aus dem bisherigen WC, dann auf den Punkt bei der WM mit zu fahren ist, sollten sie gewinnen wie Creme ohne Schlagsahne. Finde es nicht in Ordnung, dass sie antreten dürfen & damit anderen Athleten, welche schon einen Leistungsausweis vorweisen können, eventuell den WM-Titel weg schnappen.
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    1. Antwort von Martin Vogt, Wenslingen
      Derjenige, welcher am schnellsten im Ziel ist, hat den Titel logischerweise mit einer perfekten Fahrt verdient. Ausserdem haben sie die Teilnahme mit all ihren Leistungen in den letzten Jahren ohne wenn und aber verdient.
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    2. Antwort von Daniel Morales, Uzwil
      Äxgüsi, aber da muss ich vehement widersprechen. Haben Sie sich nicht über die zwei Goldmedaillen von Cologna vor einem Jahr gefreut? Schlussendlich hat derjenige den Titel verdient, der am schnellsten im Ziel ist. Ich bin gottenfroh, dass ich diesen beiden Ausnahmeathleten, notabene zwei der besten Skifahrer des bisherigen 21. Jahrhunderts, zuschauen darf. Dies macht das Rennen ungemein spannender. In diesem Sinne: Grande Svindal und Miller!
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    3. Antwort von Zahnd, BE
      Angst? dass die Schweiz keine Medallen holt? Haha ich finde es fair!!!!
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    4. Antwort von W. E, Kt. Zürich
      Aber alle anderen Athleten aller Nationen haben sich diesen Winter für die WM sich die Teilnahme erarbeiten müssen! Empfinde ich nicht nur den Schweizer Athleten gegenüber ungerecht, sondern auch für alle anderen, welche durch Rennen die sie bestritten schon viele Kilometer in den Beinen haben. Svindal & Miller haben diesen Winter noch keine Leistungen gezeigt. Und dann eben auf den Punkt "gegart" zu sein ist eben.....fragwürdig? Unsportlich anderen gegenüber?
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    5. Antwort von jean passant, thun
      Wenn diese beiden Fahrer nach Verletzungspausen tatsächlich auf das Podest fahren sollten dann liegt das Problem nicht bei ihrer Selektion sondern bei der Konkurrenz. Ein WM Titel ist der Lohn für eine Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt, nicht für das fleissige Mitfahren im Weltcup.
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    6. Antwort von W. E, Kt. Zürich
      @J. Passant: Für alle anderen ist eben ein WM-Titel der Lohn für erbrachte Leistungen während dieser Saison. Auch nur daran werden sie gemessen & nicht daran, was sie in der Vergangenheit an Leistungen vorweisen konnten. Denke, wären es Schweizer Athleten würden Sie es auch missbilligen. Und sollten sie gewinnen, liegt es daran, dass sie ohne Stress gute Resultate heraus fahren zu müssen, sich gezielt auf diese WM haben vorbereiten können & sich entsprechend schonen konnten.
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