Are: Der Anfang der Wende?

Maria Höfl-Riesch oder Anna Fenninger? Oder doch Tina Maze? Oder am Ende gar Lara Gut? Der Kampf um den Gesamtweltcup bei den Frauen spitzt sich zu. Und es könnte gut sein, dass Are zum Anfang der Wende wird.

Maria Höfl-Riesch und Anna Fenninger Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Maria Höfl-Riesch und Anna Fenninger Die Deutsche und die Österreicherin sind die Top-Favoritinnen auf den Gesamtweltcup. Keystone

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TV-Hinweis

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Verfolgen Sie den 1. Lauf des Riesenslaloms der Frauen in Are ab 13:25 Uhr auf SRF zwei und im Livestream. Die Entscheidung fällt ab 16:25 Uhr.

Anna Fenninger hat letzten Sommer, anders als in den Jahren davor, das Motocrossfahren sein lassen. Dafür hat sie Kunstturnen trainiert. Nicht auf dem Niveau ihres Vorbildes Fabian Hambüchen, aber immerhin: Handstand-Überschlag zum Vorwärtssalto. Respekt! Und vielleicht ist genau das die Erfahrung, die es braucht, um die Ranglistenspitze im Gesamtweltcup noch auf den Kopf zu stellen.

Vorteil Fenninger?

Maria Höfl-Riesch liegt vorn. 157 Punkte vor Fenninger. Aber es folgen am Donnerstag und Freitag zwei Riesenslaloms, in denen die Österreicherin mehr Punkte gewinnen wird. Höfl-Riesch kann im Slalom vom Samstag zwar den Schaden begrenzen, aber je nachdem wie stark der Vorsprung nach dem Ausflug in den Norden geschrumpft sein wird, steigt der Druck gewaltig. Denn in Lenzerheide hat Höfl-Riesch in der Vergangenheit nicht die ganz grossen Resultate herausgefahren.

Tina Maze zurück

Tina Maze liegt schon 294 Punkte zurück. Sie kann Höfl-Riesch überholen, wenn sie in jedem der sieben ausstehenden Rennen 5. wird und die Deutsche keine Punkte gewinnt. Weil letzteres nicht passieren wird, muss Maze lauter Podestplätze heraus fahren, um den Rückstand noch aufzuholen

Das ist immerhin möglich, zumal die Slowenin in den letzten Jahren immer im letzten Drittel der Saison mehr Punkte gewann als die Konkurrenz. Aber das Verhältnis von aufzuholenden Punkten zu verbleibenden Rennen spricht gegen sie.

Lara Guts «Riesen-Problem»

Das gilt auch für Lara Gut. Sie müsste über 312 Punkte auf Maria Höfl-Riesch gut machen, und erst noch Maze und Fenninger überholen. Das wird nicht gelingen. Vor allem, weil noch drei Riesenslaloms ausstehen, und genau in dieser Disziplin hat Gut mit drei Ausfällen die Punkte liegen gelassen, die ihr jetzt fehlen.

Bleibt zum Ende dieser Gedankenspielerei der Hinweis auf Fenningers Sommerprogramm. Handstand-Überschlag mit Salto vorwärts. Ziel war das Training der Körperbeherrschung. Aber es war auch eine mentale Schule. Zum Beispiel, um cool zu bleiben ob all der Zahlenakrobatik im finalen Kampf um den Gesamtweltcup.