Hählens «Stallorder»-Trick reicht nicht ganz für Holdener-Podest

Joana Hählen hat in der Superkombi-Abfahrt von Val d'Isère vor dem Zielstrich abgebremst, offenbar mit der Absicht, Wendy Holdener einen Startplatz in den Top 30 zu ermöglichen. Holdener wurde schliesslich 4.

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Hählen bremst vor dem Zielstrich ab

0:21 min, vom 16.12.2016

Als die Berner Speedspezialistin Joana Hählen mit Startnummer 43 auf die Strecke ging, musste Wendy Holdener noch immer um ihren Top-30-Platz nach der Abfahrt zittern. Nur eine solche Rangierung würde der letztjährigen Disziplinensiegerin aus Schwyz eine günstige Startnummer für den Slalom ermöglichen.

Hählen legte deshalb kurz vor dem Ziel einen deutlichen Bremsschwung ein und klassierte sich 58 Hundertstel hinter Holdener. Diese preschte im Slalom dank der günstigen Startnummer 2 von Platz 29 auf 4 vor. Das Podest verpasste die Schwyzerin schliesslich um 42 Hundertstel.

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Weirathers Frühstart

Es war nicht der einzige ungewöhnliche Zwischenfall in der Abfahrt: Die Liechtensteinerin Tina Weirather, die mit den Schweizerinnen trainiert, löste beim Start die Zeitmessung zu früh aus. Sie hatte sich bereits vor dem Abfahrtslauf dazu entschieden, den Slalom nicht zu bestreiten und wollte so das Klassement nicht verfälschen.

Ohne die «Schützenhilfe» der beiden Athletinnen wäre Holdener nach der Abfahrt auf Rang 31 gelegen und hätte den Slalom erst in Angriff nehmen können, nachdem die Top 30 im Ziel gewesen wären.

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Tina Weirathers Frühstart

0:20 min, vom 16.12.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.12.16, 10:20 Uhr