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Weltcup Männer 1. Weltcupsieg für Kristoffersen

Henrik Kristoffersen hat den Nachtslalom von Schladming gewonnen. Der Norweger verwies die Saisondominatoren Marcel Hirscher und Felix Neureuther auf die weiteren Podestplätze. Die Schweizer enttäuschten.

Kristoffersen hatte nach dem 1. Lauf den 2. Rang belegt, sah im Finale bei seinem Zieleinlauf die grüne Zahl aufleuchten und konnte nur Sekunden später jubeln: Der Führende nach dem 1. Lauf, der Einheimische Mario Matt, fädelte schon beim 3. Tor ein - die zehntausenden Zuschauer, die wie immer in Schladming für eine Hühnerhautatmosphäre sorgten, stöhnten enttäuscht auf.

Legende: Video Mario Matts Ausscheiden («sportlive», 28.1.14) abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 28.01.2014.

Sieg mit Ankündigung

Es war der erste Weltcupsieg für den erst 19-jährigen Kristoffersen. Der Erfolg hatte sich aber angekündigt: In den letzten beiden Slaloms in Adelboden und Wengen hatte der Norweger die Ränge 3 und 2 belegt.

Hirschers wertvoller Hundertstel

Zuvor hatte es danach ausgesehen, als ob sich die bisher besten Slalomfahrer der Saison einen ultimativen Showdown liefern würden: Kitzbühel-Sieger Felix Neureuther (De) stiess mit einem brillanten Lauf von Rang 9 an die Spitze vor, ehe ihn Weltmeister Marcel Hirscher um eine Hundertstelsekunde vom Thron stiess.

Dank dem 2. Rang baut Hirscher seine Führung nach 7 von 9 Rennen im Disziplinenweltcup auf 50 Punkte aus, Neureuther musste Kristoffersen aufschliessen lassen. Im Gesamtweltcup rückt Hirscher bis auf 22 Punkte an Aksel Svindal (No) heran.

Austria-Dominanz unterbrochen

Im letzten Slalom vor den Olympischen Spielen gelang es den Österreichern nicht, ihre Dominanz auf der «Planei» auszubauen. Zuvor hatte in 6 von 7 Slaloms (inklusive WM) ein ÖSV-Athlet zuoberst auf dem Podest gestanden. Einzig 2011 hatte sich Jean-Baptiste Grange (Fr) durchgesetzt.

Kein Schweizer im 2. Lauf

Die Schweizer Techniker mussten nach dem Exploit von Kitzbühel wieder einen herben Rückschlag hinnehmen. Kein Swiss-Ski-Athlet schaffte den Sprung in den 2. Durchgang. Am nächsten kam dem Finale Ramon Zenhäusern, der mit Startnummer 51 den 30. Rang nur um 9 Hundertstel verpasste.

Die Nachwuchsfahrer Luca Aerni und Daniel Yule, die in Kitzbühel die Ränge 5 und 7 belegt hatten, handelten sich nach schweren Fehlern grosse Rückstände ein. Auch Teamleader Markus Vogel kam erneut nicht auf Touren.

2 Kommentare

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  • Kommentar von W. E, H
    Schade, da war so ein positiver Aufwärtstrend im Slalom-Team zu sehen. Die Vermutung, dass die Nichtnominierung des "Leit-Wolfes" vor dem letzten Slalom sich negativ auf die Leistung an diesem auswirken könnte, hat sich dann für mich persönlich bestätigt. Für mich hat es ausgesehen, als ob sie streiken würden. Für die Moral im Slalom-Team war es sehr unklug, diese fragwürdige Entscheidung noch vor diesem Rennen bekannt zu machen. Hat sicher auf die Stimmung gedrückt.
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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Freude herrscht, dieser kleine "Grosse" Norweger macht Spass, toll seine Technik und Wahnsinn so jung und so sicher zwischen den Stangen. das macht auch Mut für die jungen Schweizer. Wenn man sieht das Aerni, Yule und mit leichten Abstrichen Zenhäusern im Europacup mit Henrik Kristoffersen mithalten könne, noch mehr Sie waren auch vor Ihm Klassiert, dann sieht man das bei den Schweizern viel Potential ist. Doch im Slalom ist es sehr eng geworden und da Entscheidet wenig über Glück und Pech.
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