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Weltcup Männer Absage: Kein Riesenslalom am «Chuenisbärgli»

Bitterer Auftakt zu den Weltcup-Rennen im Berner Oberland: Der Riesenslalom-Klassiker in Adelboden hat wegen Regens abgesagt werden müssen.

Legende: Video «Kein Riesenslalom von Adelboden wegen aufgeweichter Piste» abspielen. Laufzeit 1:30 Minuten.
Aus sportaktuell vom 09.01.2016.

Was sich bereits am frühen Samstagmorgen abgezeichnet hatte, wurde um 09:31 Uhr leider bestätigt: Regen und Nebel verunmöglichten eine reguläre Durchführung des Riesenslalom-Klassikers am «Chuenisbärgli».

Das Wetter darf man nicht persönlich nehmen.
Autor: Hans PierenRennleiter Adelboden

«Man hat in den letzten Tagen alles unternommen. Am Freitag wären wir bereit gewesen. Der Regen und vor allem der Nebel haben die Piste in der Nacht aber wieder aufgeweicht. Es wäre zu gefährlich gewesen», begründet FIS-Rennleiter Markus Waldner die Absage.

Legende: Video «Pieren: «Die Rennfahrer hätten nichts gesehen»» abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Vom 09.01.2016.

Steht auch der Slalom auf der Kippe?

Die Absage ist nicht nur für die zahlreichen angereisten Zuschauer bitter, sondern auch für Hans Pieren. Zusammen mit seinen Helfern hat der Rennleiter von Adelboden in den vergangenen Tagen Schwerstarbeit geleistet, um die Piste in einen renntauglichen Zustand zu bringen.

«Das Wetter darf man nicht persönlich nehmen», sagte Pieren kurz nach der Absage. Der Adelbodner zeigte sich zwar enttäuscht, man wisse aber auch, dass die Natur am Ende immer stärker sei. Letztmals hatte in Adelboden 1995 ein Rennen abgesagt werden müssen.

Pech auch 2000 und 2010

Im neuen Jahrtausend ist es das 3. Mal, dass es in Adelboden keinen Riesenslalom-Sieger gibt.

  • Im Jahr 2000 musste das Rennen im 1. Lauf wegen Schneefalls nach 33 Fahrern abgebrochen werden.
  • Vor 6 Jahren sahen sich die Organisatoren nach 58 Fahrern zum Abbruch gezwungen. Der Nebel verhinderte damals eine Weiterführung des 1. Laufs.

Ob der Slalom vom Sonntag planmässig durchgeführt werden kann, steht noch nicht fest. Zwar soll sich das Wetter im Laufe des Tages verbessern, in der Nacht dürfte aber erneut eine Front reinkommen. «Es wird eine grosse Herausforderung. Wir haben das Rennen noch nicht im Sack», stellt Waldner klar.

Legende: Video «Waldner: «Eine Absage schmerzt immer»» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Vom 09.01.2016.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09:10 Uhr, 09.01.2016

21 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Suter, Kirchberg
    Da der Mensch sich von Gottes Geboten verabschiedet, ist es nur logisch, dass sich Gott zurück zieht und dem Menschen die Freiheit lässt, in seinem Stolz sich und die Natur selbst zu zerstören. Der Wintersport ist etwas wunderschönes, nur sollt man in Dankbarkeit und Sorgfalt die Winterlandschaften benutzen und nicht bis in alle Berggipfel hinauf die Grenzen überschreiten. Der Skisport und vor allem der Skirennsport hat die Grenzen jeglicher Vernunft überschritten.
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  • Kommentar von Matthias Mauerhofer, Wabern
    Lieber Leser! Es tut mir leid, dass Adelboden, als schöner Skiort, so in den Schlagzeilen sein muss. Haben wir vergessen, dass der Schnee aus der Hand Gottes kommt! Natürlich darf sich jeder Mensch bemühen besser zu werden, da hat wohl niemand etwas dagegen, aber wir müssen uns auch überlegen, ob Gott mit diesen Wetterkapriolen uns nicht auch etwas sagen möchte! Geht es uns wirklich nur noch um das Geld, Vergnügen, Gesundheit,....? In diesem Sinne Gottes Segen für das Jahr 2016!
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  • Kommentar von Ursula Sieber, SG
    Oder in irgendwelchen Skihallen in Qatar oder so... Im Sport ist ja mit Geld (fast) alles machbar...
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