Das neue Selbstvertrauen der Schweizer Ski-Männer

Nach einer enttäuschenden letzten Saison sind die Schweizer Ski-Männer stark in den Olympia-Winter gestartet. Die guten Resultate in Nordamerika stimmen im Hinblick auf die restliche Saison und die Olympischen Spiele zuversichtlich.

Patrick Küng sorgte mit seinem Sieg für ein erstes Schweizer Highlight in der noch jungen Saison. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Es geht aufwärts Patrick Küng sorgte mit seinem Sieg für ein erstes Schweizer Highlight in der noch jungen Saison. EQ Images

Die Schweizer Männer haben nach sieben von 34 Weltcuprennen bereits 510 Punkte auf dem Konto. Dies ist mehr als die Hälfte der in der gesamten letzten Saison gesammelten Zähler. Die aktuellen Leistungen zeigen, dass man bei Swiss Ski nach einem enttäuschenden Winter 2012/13 die richtigen Schritte eingeleitet hat.

Neues Trainerteam erfolgreich

Die Verpflichtung des neuen Cheftrainers Walter Hlebayna hat sich ausbezahlt. Dem Österreicher und seinem Team ist es gelungen, insbesondere den gestandenen Fahrern neues Selbstvertrauen zu verleihen. Die Verunsicherung, die bei den Schweizern zuletzt geherrscht hat, scheint überwunden zu sein. Dies beweisen unter anderem sechs Top-10-Plätze in sieben Rennen.

Die Konstanz von Patrick Küng

Angeführt wird das Team von Patrick Küng. Der 29-jährige Glarner überzeugt in dieser Saison mit einer Konstanz, die er zuvor lange hat vermissen lassen. Sein Sieg im Super-G in Beaver Creek war der erste Schweizer Erfolg seit 21 Monaten und dürfte dem ganzen Team Auftrieb geben. «Eine Aufwärtstendenz war ja schon auszumachen. Es hatte einzig der Podestplatz gefehlt», sagte Küng nach seinem Triumph.

Carlo Janka wiedererstarkt

Auf dem Weg zu alter Stärke ist auch Carlo Janka. Nach guten Leistungen in Abfahrt und Super-G vermochte er mit Platz 6 (mit Startnummer 68) in Beaver Creek auch im Riesenslalom zu überzeugen. In seiner Sorgendisziplin ist allerdings Geduld gefragt. Wegen der schlechten Resultate im letzten Winter muss der Olympiasieger auch in den kommenden Rennen mit einer hohen Nummer starten.

Beat Feuz: Comeback nach Mass

Erstaunlich war der Saisonauftakt von Beat Feuz. Nach seiner langen Verletzungspause hat der Schangnauer den Anschluss an die Spitze unerwartet schnell wieder geschafft. Unter der Leitung von Individualtrainer Sepp Brunner liess Feuz sein grosses Potenzial bereits wieder aufblitzen.

Im Schatten der arrivierten Fahrer sorgten auch die jungen Schweizer für erfreuliche Ergebnisse. Insbesondere Manuel Pleisch überzeugte mit Platz 18 im Riesenslalom von Beaver Creek, aber auch Gino Caviezel und Thomas Tumler sammelten bereits Weltcuppunkte.

Weltcuppunkte nach 7 Rennen

Top-10-Plätze nach 7 Rennen