Kostelic: «Tradition soll man nicht zerstören»

Ivica Kostelic hat zum 4. Mal in Folge in Kitzbühel die Kombinations-Wertung gewonnen. Nach seinem Triumph sprach sich der Kroate im Interview klar für den Erhalt der klassischen Variante aus.

Seit 2005 die Superkombination eingeführt wurde, verdrängte sie mehr und mehr die klassische Kombination aus dem Weltcup. In den letzten Jahren wurden nur noch in Kitzbühel die Ergebnisse von Abfahrt und den beiden Slalom-Läufen addiert und so ein Sieger ermittelt.

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Janka Kombi-Zehnter

Janka Kombi-Zehnter

Bei Ivica Kostelics 4. Kombi-Sieg in Kitzbühel in Serie belegten Wengen-Gewinner Alexis Pinturault (Fr) und Thomas Mermillod Blondin (Fr) die weiteren Podestplätze. Als bester Schweizer erreichte Carlo Janka - im Berner Oberland noch Dritter - den 10. Schlussrang.

Für den kommenden Winter soll aber auch im österreichischen Ski-Mekka die klassische Variante durch eine Superkombi - mit einem Super-G und einem Slalomlauf am gleichen Tag - ersetzt werden.

Klare Worte von Ivica Kostelic

Wird dieser Vorschlag abgesegnet, wäre dies sehr zum Unmut von Ivica Kostelic, der in Kitzbühel bereits zum 4. Mal in Folge die Kombination für sich entschied. «Eine solche Tradition soll man nicht zerstören. Die Superkombination ist eine Modeerscheinung», sagte der 33-Jährige im Interview mit SRF. «Die klassische Kombination in Kitzbühel ist die Spitze des Skisports.»

Seriensieger Kostelic sprach sich nicht aus Eigeninteresse für den Erhalt der tradtionellen Variante aus, denn er werde «in ein oder zwei Jahren sowieso aufhören.» Als Skifan hoffe er einfach, dass in Kitzbühel die klassische Kombination erhalten bleibe.