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Die Ära nach Marcel Hirscher
Aus Sport-Clip vom 23.10.2019.
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Kristoffersen, Noël oder ...? Wo sind die Erben des Marcel Hirscher?

Nach dem Rücktritt von Hirscher sind im Weltcup viele Podestplätze frei geworden. Von dieser Lücke können mehrere Fahrer profitieren.

Was macht der Skisport ohne Marcel Hirscher? Es ist diese Frage, die sich kurz vor dem Saisonstart in Sölden alle stellen. Der Dominator der letzten Jahre, der achtfache Gesamtweltcupsieger, der beste Skifahrer der Welt fährt nicht mehr mit.

Die Lücke, die der Österreicher nach seinem Rücktritt hinterlässt, ist riesig. Die Konkurrenz wird sich jedoch darüber freuen. Es gibt mehrere Kandidaten, die von Hirschers Verschwinden aus der Fahrerliste profitierten können:

  • Henrik Kristoffersen: Der Norweger fuhr allein in den vergangenen beiden Saisons hinter Hirscher 12 Mal auf Platz 2. In den Technik-Disziplinen Slalom und Riesenslalom wird Kristoffersen nun zum Gejagten.
  • Alexis Pinturault: Er ist der vielseitigste Fahrer von allen und dürfte deshalb im Kampf um den Gesamtweltcup äusserst gute Chancen haben. In den 8 «Hirscher-Jahren» klassierte sich der Franzose 4 Mal auf dem Gesamtweltcup-Podest.
  • Clément Noël: Wenn der junge Franzose an seine letzte Saison anknüpfen kann, ist mit ihm im Slalom fix zu rechnen. Dort kann der über 1,90 m grosse Franzose seine Stärken ideal ausspielen.
  • Marco Odermatt: Aus Schweizer Sicht wird es spannend sein, ein Auge auf den sechsfachen Junioren-Weltmeister zu werfen. Der Newcomer aus Nidwalden überzeugt mit seiner Vielseitigkeit und glänzte letzte Saison mit 2 Riesenslalom-Podestplätzen.

Auch weitere Schweizer Männer dürfen sich bessere Chancen ausrechnen. Im Slalom haben Ramon Zenhäusern, Daniel Yule und Luca Aerni nun etwas leichteres Spiel. Und im Riesenslalom dürfte sich insbesondere Loïc Meillard, der an der WM das Podest als Vierter denkbar knapp verpasst hatte, über den Hirscher-Rücktritt freuen.

Sendebezug: Morgengespräch, Radio SRF 1, 25.10.19, 6:20 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Vielleicht werden es aber gerade die (anderen) Österreicher sein, welche im einen oder anderen Rennen die Lücke füllen werden. Sie müssen sich nicht mehr mit Hirscher messen oder nicht mehr in seinem übergrossen Schatten stehen. Jetzt haben sie die Möglichkeit, selber zu "liefern", statt "nur 2. oder 3." ihres Teams zu sein.
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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Gebi)
    Den Ausrufer und Nörgler Kristoffersen mag ich nicht, aber er wird im Slalom wohl der Massstab sein. Hirscher kann er sowohl als Sportler, wie als Mensch nicht das Wasser reichen.
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  • Kommentar von Nico Höltschi  (Lölli)
    Ich finde auch aus der Sicht eines Skifans hat der Hirscher-Rücktritt Vor- und Nachteile. Der Gesamtweltcup und die Disziplinenwertungen in Riesenslalom und Slalom werden so spannend sein wie seit langem nicht mehr. Auch ein Schweizer Triumph ist möglich. Allerdings muss man auch sagen, dass es einfach Spass gemacht hat einem so begnadeten Skifahrer wie Hirscher zuzuschauen... bisschen Schade ist es schon, ihn nicht mehr in Action zu sehen!
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