Leider nein: Lauberhornabfahrt fällt Neuschnee zum Opfer

Um 11:05 Uhr haben die Verantwortlichen kapitulieren müssen. Der intensive Schneefall im Berner Oberland verunmöglicht die Durchführung der Lauberhornabfahrt am Samstag.

In der Nacht auf Samstag sind im Startbereich nochmals rund 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Der Veranstalter und die zahlreichen Helfer versuchten bis zum späteren Vormittag alles, um die Abfahrt im Rahmen der 87. Lauberhornrennen doch noch retten zu können.

Fahrer auf der Strecke am Lauberhorn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wieder zusammenpacken An ein Rennen war nicht zu denken. Keystone

In einem ersten Schritt wurde früh am Morgen der Start schon mal nach unten in den Raum Hundschopf versetzt. Kurz nach 11 Uhr musste die Jury dann allerdings den unpopulären Beschluss fällen und den Klassiker ganz absagen.

«Es war ein einstimmiger Entscheid, der mit gesundem Menschenverstand absolut nachzuvollziehen ist. Denn die Sicherheit wäre nicht gewährleistet gewesen», rekapituliert OK-Chef Urs Näpflin. Dennoch sei die Enttäuschung vor Ort gross. «Es ist vor allem schade, dass die Helfer für ihren unermüdlichen Einsatz nicht mit einem Rennen belohnt werden.»

Möglicherweise springt Beaver Creek ein

Wo das Rennen nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Als Variante war schon vorgängig Beaver Creek als Ersatzort ins Spiel gebracht worden. Der Slalom vom Sonntag bleibt im Programm und ist gemäss Näpflin nicht in Gefahr. Der 1. Lauf ist auf 10:30 Uhr angesetzt (live auf SRF zwei).

Die 1. Absage seit 13 Jahren

Letztmals konnte die Abfahrt im Berner Oberland 2004 überhaupt nicht stattfinden. Das damalige Ersatz-Rennen in Garmisch wurde von Didier Cuche gewonnen.

OK-Chef Urs Näpflin: «Keine Riesen-Einbusse für die Region»

2:47 min, vom 14.1.2017

Für Näpflin ist es zentral, dass die Absage nicht schon Ende Dezember bei der Schneekontrolle hat erfolgen müssen. Denn in diesem Fall wären die Konsequenzen verheerend. «So aber ist der Verlust grösstenteils durch eine Versicherung gedeckt. Die Region muss nicht mit riesen Einbussen rechnen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 14.01.2017 11:00 Uhr