Max Franz will weiteren «Wahnsinnstag» in Wengen

Mitte Dezember hat Max Franz seine Siegpremiere gefeiert und das ÖSV-Abfahrtsteam aus dem Tief geholt. Bei der Lauberhorn-Abfahrt möchte er auch ein Wort um den Sieg mitreden.

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Max Franz über den 1. Weltcup-Sieg, Reichelt und das Lauberhorn

2:42 min, vom 13.1.2017

Mitte Dezember feierte Max Franz in Gröden im Alter von 27 Jahren seinen ersten Weltcup-Sieg. Zugleich holte er den ersten Abfahrts-Erfolg für das ÖSV-Team seit März 2015 und Hannes Reichelts 1. Platz in Kvitfjell. «Es war ein Wahnsinnstag und der Wahnsinn, dass ich das endlich geschafft habe. Mir fiel ein sehr grosser Stein vom Herzen», sagt Franz rückblickend. Jetzt lasse es sich ein wenig leichter Skifahren.

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TV-Hinweis

Verfolgen Sie die Lauberhorn-Abfahrt am Samstag ab 11:45 Uhr auf SRF zwei sowie Online und in der SRF-Sport-App im Stream mit Ticker.

In den Wengen-Trainings vorne dabei

Dies zeigte er in den letzten Tagen auch in Wengen. In den beiden Abfahrtstrainings belegte er die Ränge 2 und 3. Bislang stand er fünfmal bei der Lauberhorn-Abfahrt am Start. Besser als Vierter 2014 war er noch nie. «Ich bin eigentlich immer mit sehr guten Erinnerungen nach Wengen zurückgekehrt», meint der Österreicher gleichwohl.

«  Es ist kein Wunschkonzert, aber sicher wünsche ich mir ein Podium. »

Max Franz

Max Franz beim Interviewtermin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gelassen und entspannt Max Franz beim Interviewtermin. SRF

In den letzten Jahren habe er in Langentreien immer ein «Packerl» gekriegt. Nun sei er wieder schneller in den flachen Passagen. «Es ist echt eine coole Strecke, ich hoffe, dass ich am Samstag ein Wörtchen mitreden kann.»

Es werde jedoch schwierig, aufs Podest zu fahren. «[Beat] Feuz und [Carlo] Janka haben auch super Trainings gezeigt», macht Franz auf die Schweizer Hoffnungsträger aufmerksam. «Es ist kein Wunschkonzert, aber sicher wünsche ich mir ein Podium.»

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Zur Person

Max Franz (27) wurde in Klagenfurt geboren. Bei über 90 Weltcup-Starts schaffte es der Österreicher viermal aufs Podest. Den bislang einzigen Sieg feierte er am 17. Dezember 2016 in Gröden. Franz startete für das ÖSV-Team an drei Olympischen Winterspielen sowie an zwei Ski-Weltmeisterschaften.

Mit Reichelt verfügt Franz über einen wahren Wengen-Spezialisten im Team. Der Routinier stand bei den letzten fünf Lauberhorn-Abfahrten auf dem Podest, 2015 gar zuoberst. «Ihm wäre es lieber gewesen, noch ein Training zu fahren», weiss Franz. Aber Reichelt sei so oder so gefährlich.

Nur zwei statt vier Abfahrten in den Beinen

Die Ausgangslage vor dem Klassiker im Berner Oberland ist speziell. Nach den Absagen der Nordamerika-Rennen und dem Ausfall der Abfahrt von Santa Caterina reisten die Speed-Spezialisten nur mit zwei Abfahrten in den Beinen statt wie sonst vier zu diesem Zeitpunkt nach Wengen.

«Es ist sicher schade, dass die Übersee-Rennen heuer nicht funktioniert haben», so Franz. Nun hofft er auf ein faires Rennen in Wengen – und ein nächstes persönliches Erfolgserlebnis.

Fährt Max Franz in Wengen aufs Podest?

  • Optionen

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 11.1.2017, 22:20 Uhr