Mayer gewinnt letzte Abfahrt des Winters

Matthias Mayer (Ö) hat den Saisonfinal in der Abfahrt auf der Lenzerheide vor Überraschungsmann Ted Ligety und Christof Innerhofer gewonnen, die ex aequo auf Platz 2 fuhren. Bester Schweizer wurde Sandro Viletta als Siebter.

Der Rahmen bei der letzten Abfahrt des Winters auf der Silvano-Beltrametti-Piste stimmte: Unter strahlend blauem Himmel duellierten sich die Athleten auf einer perfekt präparierten Piste. Eine durchaus erwähnenswerte Begebenheit, waren schlechte Witterungsbedingungen oder Schneemangel doch ein verlässlicher Begleiter des Weltcup-Winters.

Mayer nun auch Weltcup-Sieger

Auch in sportlicher Hinsicht bot das Rennen auf der Lenzerheide Aussergewöhnliches: Olympia-Sieger Matthias Mayer holte seinen 1. Weltcupsieg in der Abfahrt. Der junge Österreicher machte vor allem im unteren Streckenteil die Differenz. «Den Weltcupsieg habe ich mir nach Sotschi vorgenommen. Es ist ein Wahnsinn, dass es so schnell geklappt hat», zeigte sich Mayer nach dem Rennen überglücklich.

Überraschend aufs Podium fuhr Ted Ligety. Der amerikanische Technik-Spezialist schaffte es zum ersten Mal in seiner Karriere auf das Podest in einer Abfahrt und teilte sich mit 11 Hundertsteln Rückstand Platz 2 mit Christof Innerhofer (It).

Rennen um Gesamtweltcup bleibt spannend

Aksel Svindal, der bereits vor dem Rennen die kleine Kristallkugel im Disziplinen-Weltcup auf sicher hatte, wurde mit lediglich 0,20 Sekunden Rückstand Fünfter. Der Norweger verpasste es damit vorerst, Marcel Hirscher im Kampf um den Gesamtweltcup massiv unter Druck zu setzen. Svindal führt zwar neu mit 41 Punkten Vorsprung im Rennen um die grosse Kristallkugel. Zwei der ausstehenden drei Rennen werden allerdings in Hirschers Spezialdisziplinen Riesenslalom und Slalom ausgetragen.

Interview mit Sandro Viletta («sportlive», 12.03.2014)

0:52 min, vom 12.3.2014

Kombi-Olympiasieger Viletta stark

Bester Schweizer in einem Rennen der knappen Abstände wurde Sandro Viletta als Siebter. Im oberen Streckenteil lag der Bündner, der im Training die zweitbeste Zeit gefahren war, gar in Front. Im Schlussteil verlor er wie der Rest des Feldes Zeit auf Mayer.

Es reichte trotzdem für Vilettas bestes Abfahrtsergebnis der Karriere. Über «ein geniales Resultat» freute er sich nach dem Rennen, überrascht war er jedoch nicht: «Die Strecke liegt mir, es geht Schwung auf Schwung. Wenn ich es irgendwo schaffe, dann hier.» Der 28-Jährige hatte sich das Startrecht beim Saisonfinal mit dem Kombi-Olympiasieg verdient.

Janka in den Top 10

Carlo Janka konnte beim Heimrennen nicht ganz an seine überzeugende Trainingsfahrt (Rang 3) anschliessen, verabschiedet sich aber als Neunter mit einem Top-10-Ergebnis. Exakt eine Sekunde verlor Patrick Küng auf Rang 11. Das unbestrittene Highlight des besten Schweizer Abfahrers der Saison wird der Triumph am Lauberhorn bleiben.

Routinier Didier Défago, der sich in dieser Woche zu seinen Zukunftsplänen äussern will, schied aus.