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Weltcup Männer Pinturault: «Ich wollte meine Chance packen»

Dank Bestzeit im 2. Lauf hat sich Alexis Pinturault den Sieg beim Traditions-Slalom in Wengen gesichert. Für den 22-Jährigen war es eine grosse Genugtuung, lief es ihm in diesem Winter im Slalom doch noch nicht nach Wunsch. Die Geschlagenen gratulierten fair.

Legende: Video Interview mit Alexis Pinturault («sportlive», 19.01.2014) abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.01.2014.

Es war bislang nicht die Slalom-Saison des Alexis Pinturault. In den ersten drei
Rennen der Saison war der 22-Jährige stets ausgeschieden, zuletzt in Adelboden
wurde er nur 23. Umso befreiender war für den zweifachen Junioren-Weltmeister im Riesenslalom der Sieg in Wengen.

Pinturault 3. im Gesamtweltcup

«Ich hatte seit Beginn des Winters Mühe im Slalom und habe versucht, wieder in die Spur zu finden», erklärte der Frabzose und fügte an: «Ich wollte meine Chance packen, vor allem nach der Super-Kombination.» Am Freitag hatte Pinturault in Wengen bereits mit Platz 2 geglänzt und seine gute Form unter Beweis gestellt.

Dank den gewonnenen 100 Punkten überholte Pinturault im Gesamtweltcup den bis anhin Dritten Ted Ligety. Der Amerikaner hatte den 2. Lauf klar verpasst.

Alexis Pinturault feierte in Wengen seinen ersten Saisonsieg.
Legende: Erlösung Alexis Pinturault feierte in Wengen seinen ersten Saisonsieg. Keystone

Neureuther: «Freue mich sehr»

Auch der zweitplatzierte Felix Neureuther, Sieger des Slaloms in Adelboden, war mit seinem Abschneiden zufrieden. «Es ist überragend, ich freue mich sehr. Wengen ist ein Traum, es ist immer extrem schön, hier gut zu fahren. Letztes Jahr hab ich gewonnen, jetzt bin ich Zweiter - es ist perfekt», freute sich der Deutsche.

Hirscher und das grosse Risiko

Marcel Hirscher, der Führende nach dem 1. Lauf, hatte bereits am Start geahnt, dass es schwierig werden würde, Pinturault noch abzufangen. «Alexis hatte eine sensationelle Fahrt. Ich war mir bewusst, dass er schnell unterwegs war und musste deshalb ein hohes Risiko eingehen. Da kann man schon mal Zeit verlieren, aber das war es mir wert», erklärte der Österreicher, der damit weiter auf seinen ersten Slalomsieg in Wengen wartet.

Aerni noch mit Luft nach oben

Aus Schweizer Sicht wusste Luca Aerni mit Platz 20 zu überzeugen. Restlos mit sich zufrieden war der 20-Jährige aber nicht: «Ich war zwar ziemlich locker, doch es wäre mehr drin gelegen.» Nichtsdestotrotz freute sich Aerni über «ein Top-30-Resultat, das auch im Hinblick auf die Startliste wertvoll ist.»