Sticht im Wengen-Slalom ein Schweizer Trumpf?

Nach zähen Jahren verfügt Swiss Ski mit Daniel Yule und Luca Aerni wieder über zwei starke Slalomfahrer. In Wengen warten jedoch beide noch auf den grossen Erfolg.

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Die Schweizer vor dem Slalom in Wengen

2:34 min, aus sportaktuell vom 14.1.2017

Diese Saison ist die klar beste des sympathischen Daniel Yule. Nach verhaltenem Auftakt in Levi (Rang 19) steigerte er sich zusehends. Mit den Plätzen 11, 6, 4 und zuletzt 8 in Adelboden etablierte sich der 23-Jährige in der erweiterten Weltspitze. Davon zeugt auch Rang 6 in der Disziplinenwertung nach 5 von 10 Spezial-Slaloms.

«  Es ist von A bis Z ein spezielles Rennen. »

Daniel Yule

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TV-Hinweis

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Verfolgen Sie den 1. Slalom-Lauf in Wengen am Sonntag ab 10:00 Uhr auf SRF zwei sowie srf.ch/sport.

Yule: «Ein Podestplatz? Wieso nicht am Sonntag!»

3:19 min, vom 14.1.2017

Die Top 3 scheinen nicht mehr unrealistisch – es wäre dies der erste Schweizer Slalom-Podestplatz seit 7 Jahren, als Silvan Zurbriggen in Schladming Zweiter geworden war. In Wengen schaffte es gar seit 1999 kein Schweizer mehr aufs Slalom-Treppchen (Rang 2 Mike von Grünigen). Doch ausgerechnet in Wengen lief es Yule noch nie wunschgemäss. 2014 und 2016 schied der Walliser jeweils im 2. Lauf aus, 2015 belegte er Rang 20.

Nun hofft Yule auf eine Steigerung. Bis jetzt habe er lediglich gute 1. Läufe gehabt, sagt er im Interview. Am Sonntag sollen beide Durchgänge so gut wie möglich werden. Denn er mag den Slalom im Berner Oberland mit der Anreise mit der Bahn: «Es ist von A bis Z ein spezielles Rennen.» Und wieso sollte es nicht morgen mit dem ersten Podestplatz klappen, fragt er verschmitzt lächelnd zurück.

Aerni mag die Wengener Atmosphäre

Hinter Yule hat sich Luca Aerni als zweitbester Schweizer Techniker eingereiht. Der gebürtige Berner zeigte diesen Winter mit Plätzen zwischen 7 und 12 sein Können, hatte aber auch zwei Ausfälle zu beklagen.

Aerni: «Einfach bleiben und Gas geben»

1:37 min, vom 14.1.2017

Auf Wengen, wo er vor zwei Jahren als Zehnter sein Bestresultat feierte, freut er sich sehr. «Wenn man hier am Start steht, hört man die Fans sehr gut», so der ebenfalls 23-Jährige. Während dies in den Anfangsjahren eher zusätzlichen Druck ausgelöst habe, sieht er das mittlerweile positiv.

Fünf Punkte-Fahrer, aber keine furiosen Läufe

Neben Yule und Aerni fuhren diesen Slalom-Winter mit Marc Gini, Ramon Zenhäusern, Reto Schmidiger, Sandro Simonet und Marc Rochat schon fünf weitere Schweizer mindestens einmal in die Weltcup-Punkte. Ein Exploit gelang aber keinem.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 08.01.2017, 13:15 Uhr