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Weltcup Männer Südkorea-Premiere an Jansrud

Kjetil Jansrud hat das 1. Abfahrts-Weltcup-Rennen auf südkoreanischem Boden für sich entschieden. Mit Beat Feuz (5.) und Carlo Janka (7.) klassierten sich auf der Olympia-Strecke von 2018 in Jeongseon 2 Schweizer in den Top 10.

Das Podest

  • 1. Kjetil Jansrud (No) 1:41,38
  • 2. Dominik Paris (It) +0,20
  • 3. Steven Nyman (USA) +0,41

Die Abfahrt bleibt fest in norwegischer Hand. 6 der bislang 8 Rennen in der Königsdisziplin gingen an die Nordländer. Nebst Jansrud, der seinen 1. Abfahrtssieg in dieser Saison feierte, stand Aksel Svindal viermal zuoberst, dazu kommt der Sieg von Aleksander Kilde in Garmisch vor einer Woche.

Jansrud hatte bereits in den beiden Trainings auf der von Bernhard Russi konzipierten Strecke die Bestzeit aufgestellt. Nun gelang dem 30-Jährigen auch im Rennen eine nahezu fehlerfreie Fahrt. Mit Paris und Nyman komplettierten 2 Fahrer das Podest, welche zuvor in dieser Saison noch nie in die Top 3 gefahren waren.

Die Schweizer

  • 5. Beat Feuz +0,49
  • 7. Carlo Janka +0,58
  • 13. Ralph Weber +0,89
  • 14. Marc Gisin +0,92

Nach den Podestplätzen in Kitzbühel und Garmisch verpasste Beat Feuz das «Stockerl» in Jeongseon denkbar knapp. Als Fünfter fehlten ihm nur gerade 8 Hundertstel auf Platz 3. Den möglichen Podestplatz vergab der Schangnauer mit einer zu verhaltenen Fahrt im oberen Streckenteil. Dennoch zeigte sich Feuz im Ziel zufrieden mit seiner Leistung.

Ebenfalls in die Top 10 fuhr Carlo Janka. Der Obersaxer verlor nur gerade 0,09 Sekunden auf Feuz und wurde 7. Ralph Weber (13.) und Marc Gisin (14.) rundeten die ansprechende Teamleistung der Schweizer ab. Für Weber war es das zweitbestes Abfahrtsergebnis im Weltcup nach einem 10. Platz in Santa Caterina (It) 2014.

Legende: Video Kilde verliert kurz nach dem Start einen Ski abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus sportlive vom 06.02.2016.

Der Pechvogel

In Garmisch war Kilde das Glück noch hold gewesen. Mit der Startnummer 30 fuhr der Norweger vor Wochenfrist zum Sieg. In Jeongseon setzte es für den Überraschungsmann eine Enttäuschung ab. Schon nach wenigen Fahrsekunden verlor er einen Ski. Mit akrobatischem Geschick konnte er aber einen Sturz verhindern. Kilde war am Ende der einzige Fahrer, der das Rennen nicht beenden konnte.

Das weitere Programm

Am Sonntag steht in Jeongseon noch ein Super-G an, ehe der Tross in der kommenden Woche nach Japan verschiebt. Am nächsten Wochenende finden in Yuzawa Naeba ein Riesenslalom und ein Slalom statt. Danach kehrt der Ski-Zirkus wieder nach Europa (Chamonix) zurück.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 06.02.2016, 03:55 Uhr.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter, 5620 Bremgarten
    Und noch etwas: Der Experte des ORF kritisierte Russis Piste insofern, dass sie nicht an diejenige von Sotschi herankäme. Um dort zu gewinnen, hätte man ein "kompletter" Skifahrer sein müssen. Hier sei sowohl der Faktor "Mut" wie auch der Faktor "Kraft" nicht gefordert (letzteres wegen der kurzen Fahrzeit). Wie wäre es, in einem "Sportpanomara" Russi und und einen der österreichischen Kritiker gemeinsam einzuladen?
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Besonders lobenswert ist die Leistung von Weber, endlich wieder einmal eine nicht völlig verpatzte Fahrt und der Lohn dafür Punkte. Gutes Teamergebnis und das Verpassen des Podests ist eigentlich kein Problem, Feuz war in Reichweite davon. Das ist die erste solide Mannschaftsleistung in diesem Winter.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Podestplätze hätten natürlich noch mehr gefreut, aber 2 Schweizer in den Top 10, 2 Schweizer in den Top 15 = 4 von gestarteten 6 Schweizern unter einer Sekunde auf den Sieger: DAS kann sich doch auch sehen lassen! Bravo! Sehr gute Leistungen!
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