Ammann hofft auf glanzvollen Abgang

Simon Ammann bestreitet am Samstagabend auf der Grossschanze im «RusSki Gorki Center» seine Dernière bei Olympischen Spielen. Für den Toggenburger geht es darum, trotz zweier Dämpfer nicht zu emotional an die Aufgabe heranzugehen.

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Qualifikation auf der Grossschanze

2:07 min, aus sotschi aktuell vom 14.2.2014

Simon Ammanns Karriere sucht ihresgleichen: Mit seinen zwei Doppel-Olympiasiegen in Salt Lake City und Vancouver machte sich der Toggenburger zur Ikone. Und eigentlich wollte er seiner Laufbahn in Russland, dem Land seiner Ehefrau, ein weiteres Glanzlicht aufsetzen. Doch die Spiele in Sotschi verliefen für den 32-Jährigen bislang enttäuschend.

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TV-Hinweis

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Verfolgen Sie das Springen auf der Grossschanze am Samstag ab 18:25 Uhr auf SRF info und im Sotschi Player.

Enttäuschender Auftakt auf der Normalschanze

Nur gerade Rang 17 schaute auf der Normalschanze heraus, zudem stürzte er im Training auf der Grossschanze am Donnerstag. Dabei ist er zwar unverletzt geblieben, aber förderlich für das Selbstvertrauen war der Sturz keineswegs.

Zwei perfekte Sprünge gefragt

In der Qualifikation am Freitag zeigte sich der vorqualifizierte Ammann gut erholt, auch wenn ihn sein Versuch auf 123,5 Meter nicht zum Top-Favoriten macht. «Simon Ammann müsste über sich hinauswachsen, um eine Medaille zu holen. Er braucht zwei perfekte Sprünge», denkt SRF-Kommentator Michael Stäuble, der Kamil Stoch und Peter Prevc als Favoriten auf das zweite Springer-Gold in Sotschi ansieht.

Besser als in der Quali lief es Ammann im Probesprung mit 132,5 Metern. Doch auch mit dieser Weite konnte er sich nur auf Rang 6 klassieren. Ammann selber bezeichnet die Ausgangslage für Samstag als «Herkules-Aufgabe».

Grosse Erwartungen an sich selber

Zu gerne würde Ammann jedoch bei seinem letzten Springen an Olympia nochmals Grosses schaffen. Der genaue Zeitpunkt seines Rücktritts ist zwar noch offen, aber es könnte Ende dieser Saison oder nach der nächsten Schluss sein. Dennoch versucht Ammann, den Druck nicht allzu gross werden zu lassen, obwohl er sich seit 2011 auf die Spiele am Schwarzen Meer vorbereitet hatte. Er versucht, sich selber zu bremsen und sagt: «Ich darf nicht zu viele Emotionen drauf packen.»