Claudia Pechstein: Kampf um Edelmetall und Reputation

Die deutsche Eisschnelläuferin Claudia Pechstein ist eine Frau der Extreme. In Sotschi will sie mit 41 ihre 10. Olympia-Medaille holen - in einer Disziplin, die generell unter Dopingverdacht steht.

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Bildlegende: In Sotschi im Schaufenster Claudia Pechstein. Keystone

Claudia Pechstein teilt die Welt in Freunde und Feinde. Zu den Freunden gehört nur, wer sie im Kampf um ihre Rehabilitation unterstützt. Im Februar 2009 war sie wegen Blutdopings zwei Jahre gesperrt worden.

Ausserordentliche Blutwerte

Beweise gab es keine, das Urteil wurde einzig aufgrund ihrer ausserordentlichen Blutwerte gefällt. Dagegen wehrt sie sich seither und läuft seit Ablauf der Sperre wieder vorne mit. Die schnellen Zeiten erklärt sie auch mit einem neuen Schleifverfahren für die Kufen.

Die hohen Blutwerte begründet sie mit ihren genetischen Anlagen – auch ihr 70-jähriger Vater hat nachweislich ähnliche Blutwerte.

Doping-Nachweisverfahren geändert

Mittlerweile sagen auch Doping-Experten, die Sperre gegen Pechstein sei wohl falsch gewesen. Sechs Tage, nachdem die Sperre verhängt worden war, änderte die Welt-Anti-Doping-Agentur das Verfahren. Heute würde Claudia Pechstein nicht mehr gesperrt.