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Sotschi Erstes Sotschi-Gold geht an Kotsenburg

Der Amerikaner Sage Kotsenburg hat Slopestyle-Gold bei den Snowboardern gewonnen und damit die erste in Sotschi vergebene Goldmedaille geholt. Der Finaldurchgang fand ohne Schweizer Beteiligung statt.

Kotsenburg stellte die Bestmarke von 93,50 Punkten bereits bei seinem ersten Run auf. An diesem Skore bissen sich in der Folge sämtliche Konkurrenten die Zähne aus. «Es ist Wahnsinn, dass die Jury meine verrückten, kreativen Tricks belohnt hat», freute sich der 20-Jährige aus Idaho. «Ich mache einfach gerne verückte und spontane Dinge». Am nächsten kam ihm Stale Sandbech (No) mit 91,75 Punkten. Bronze beim erstmals an Olympia ausgetragenen Wettkampf ging an Mark McMorris (Ka/88,75).

Kreativität vor Schwierigkeit

Kronfavorit Maxence Parrot sagte, dass Kotsenburgs Lauf «sehr cool» gewesen sei. «Sein Style ist grossartig. Wäre nur schön gewesen, wenn die Juroren uns vorher gesagt hätten, was sie sehen wollen», so der Kanadier, der sich mit Platz 5 begnügen musste. Entgegen der Wertungen bei den X-Games und im Weltcup belohnten die Punkterichter eher ausgefallene Ideen und Kreativität als die schwierigsten Sprünge und die beste Technik.

Keine Schweizer im Final

Die Schweizer Jan Scherrer und Lucien Koch verpassten den Final-Durchgang. Beide Fahrer kamen im Halbfinal nicht ohne Patzer durch und verfehlten so den geforderten Top-4-Platz.

Scherrer konnte auf dem anspruchsvollen Olympia-Kurs seine Bestleistung nicht abrufen. Nachdem der Ostschweizer im 1. Halbfinal-Durchgang mit 64,25 Punkten nur den 7. Platz belegt hatte, musste er im 2. Durchgang volles Risiko gehen. Dort griff er nach dem zweiten Kicker bei der Landung in den Schnee, womit er seine Finalträume begraben musste. «Bis zu diesem Missgeschick sah es sehr gut aus», analysierte Scherrer.

Am Ende resultierte der 11. Rang. Einen zweiten Anlauf zu olympischem Edelmetall nimmt Scherrer nun am Dienstag in der Halfpipe. «Darauf kann ich mich jetzt konzentrieren. Dort rechne ich mir bessere Chancen aus», so der 19-Jährige.

Koch stürzt zweimal

Noch schlechter als Scherrer erging es Lucien Koch: Der 18-Jährige stürzte in beiden Durchgängen und hatte so keine Chance auf einen Finalplatz. «Ich konnte wegen Knieschmerzen nur wenig trainieren», ärgerte sich Koch, «das ist natürlich schade.» Am Ende belegte er mit 20,75 Punkten den 20. und letzten Platz.

24 Kommentare

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  • Kommentar von Mischa Fuhrer, Herisau
    Für eine junge Sportart nicht schlecht... wird aber sicher noch besser, wie man auch am Niveau in der Halfpipe seit Simmen beobachten kann. Schwierig ist es immer bei nicht messbaren Sportarten; Eiskunstlauf und Kunstturnen lassen grüssen. Ich denke, dass zukünftig die Läufer ihren Run anmelden müssen und dann eine mathematische Höchstnote erreichen können. Fehler werden der Höchstnote abgezogen... sehe nur so eine Zukunft. Irgendwann hat man die Dreher gesehen ohne Wettkampf-Spannung.
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    1. Antwort von Silvan Marty, Luzern
      Doch dann verliert die Kreativität und flexibles reagieren auf gegebenheiten.... nur noch stur den Lauf runterziehen nein danke....ist snowboarding nicht ein programm wie eine Kür! nicht dass es noch verbissen wird!!!! gruss
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  • Kommentar von Daniel Stucki, Morges
    Als angefressener Snowboardveteran, möchte ich allen Teilnehmern, insbesondere unsere Schweizer delegation Jan und Lucien danken für die tolle Show die geboten wurde. Auch wenn die Resultate nicht den Erwartungen und Wünschen gerecht wurden finde ich die Entwicklung des Snowboardsports mit athemberaubenden Disziplinen wie der Slopestyle absolut sensationell! Hoffentlich werden künftig mehr Events im Fernsehen gezeigt. Das fördert den Sport und das Interesse der jungen "Sofa"-Sportler wie Marc.
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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Ich bin zwar nur Laie aber vom Gefühl her hat nicht der beste Gewonnen. Auch ist mir aufgefallen das die judges, teilweise sehr weit auseinander waren im Benoten. besonders der Schweizer viel auf das Er Sage Kotsenburg sehr gut Benotete. Ich finde es Schade dass das Schweizer Fernsehen nicht mehr solche Wettkämpfe Live überträgt, statt immer diese Skirennen. Doch ich glaube dem Schweizer Fernsehen fehlt einfach der Mut. Die Boarder und Frysteiler haben die Alpinen schon lange überholt.
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    1. Antwort von Sarah K., Luzern
      Der Schweizer Judge hatte im Vorfeld ja schon angetönt, dass er sich mehr Style wünscht....
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