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Sotschi Russi: «Die Bedingungen sind perfekt»

Die Olympischen Skirennen werden am Sonntag mit dem eigentlichen Highlight lanciert: der Abfahrt der Männer. Für Bernhard Russi, den Baumeister der Strecke oberhalb von Rosa Khutor, könnten die Verhältnisse besser nicht sein.

Bernhard Russi.
Legende: Blickt den Rennen zuversichtlich entgegen: Bernhard Russi. Keystone

Bernhard Russi, in den letzten Wochen haben grosse Neuschneemassen die Präparation der Piste erschwert. Wie präsentierte sich die Situation am 1. Trainingstag?

Bernhard Russi: Ich weiss nicht, ob ich das so sagen darf, aber die Piste ist perfekt. Ich habe die Schneesituation zuvor allerdings nicht als extrem empfunden. Dass es im Winter schneit, gehört doch dazu. Man hat hier einen super Job verrichtet. Aber klar: Das schöne Wetter der letzten paar Tage hat geholfen.

Wo hat man noch Hand anlegen müssen?

Es wurden die eine oder andere Welle eingebaut und die Sprünge angepasst. Die Kurssetzung musste nicht verändert werden. Wir bringen bis zum Renntag am Sonntag noch kleine Korrekturen an, aber diese werden nicht matchentscheidend sein.

Alles deutet demnach auf faire, perfekte Bedingungen hin...

Ich hoffe, dass es nicht bewölkt sein wird. Und falls doch, dass es für alle Fahrer gleich ist. Schade wäre einfach, wenn beim einen Athleten die Sonne scheint und beim nächsten dann nicht mehr. Das macht sofort 2 Sekunden aus und dann ist man chancenlos.

Wie gross ist die Genugtuung beim Architekten der Piste, dass alles rund läuft?

Genugtuung wäre etwas übertrieben. Aber eine gewisse Zufriedenheit ist sicher da. Ich freue mich aber nicht primär für mich, sondern vielmehr für alle, die «gekrampft und gekrüpelt» haben. Die positiven Vorbereitungstage tun allen hier gut und sind der Beweis, dass es sich um ein gutes Skigebiet handelt. Das ist wichtig für die Menschen hier.

rek

Zur Person

Bernhard Russi (65) wurde 1970 Weltmeister und 1972 Olympiasieger in der Abfahrt. Der Urner gewann insgesamt 10 Weltcuprennen. Seit 1988 hat Russi mit Ausnahme von Vancouver (2010) sämtliche Olympia-Abfahrten entworfen. In den letzten acht Jahren war er deshalb rund 30 Mal in Russland vor Ort. Zudem ist Russi bei SRF Ski-Experte.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die Abfahrt der Männer können Sie am Sonntag ab 07:30 Uhr auf SRF zwei und im Livestream verfolgen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Graf, 8032 Zürich
    Schön. Gebaute Strecken a la Russi. Steril und langweilig. Da ein Sprung, dort ein Doppel-S. Zum einschlafen. Gott sei dank gibt es noch Freerider! Da wundern sich manche, wo die Jugend bleibt. - Alles fährt Ski. Die Realität wirds richten. Ein echter Skifan überlebt auch diesen Mist. K. Graf
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    1. Antwort von Gian, Chur
      Aha, und was soll er machen? Loopings einbauen? Die Frage nach mehr Abwechslung stellt sich dem FIS und nicht Russi. Letzterer ist immerhin einer der wenigen, die den Mut für gross gebaute Sprünge haben.
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    2. Antwort von W. E, H
      @K. Graf: Ein echter Ski-Rennfan überlebt auch Kommentare der ewigen Nörgler!:-) Weshalb schauen Sie denn überhaupt? Es zwingt Sie ja niemand hinzuschauen. Und eine lange Strecke mit teilweise über 100 herunter zu fahren geht in die Beine. Grob fahrlässig noch viele Sprünge & viele scharfe Kurven einzubauen, nur damit Zuschauer ihren persönlichen Kick erleben & eventuell noch auf schlimme Stürze hoffen, damit sie ihr Spektakel haben.
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    3. Antwort von Christof Zimmermann, Bern
      Kommentar Graf: Zum Glück gibt es noch Freerider! Wer wen zum Glück, für die Lawinenhunde, die Rega oder die Spitäler? Ja, diese Wettkampfart gibt es noch nicht: "Idioten im Schnee"!
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