Russland, Tschechien und Slowenien im Viertelfinal

Russland hat sich über einen Umweg den Platz in den Eishockey-Viertelfinals gesichert. Der Olympia-Gastgeber setzte sich in den Playoffs gegen Aussenseiter Norwegen glanzlos mit 4:0 durch. Ebenfalls eine Runde weiter sind Tschechien und Slowenien.

Russland trifft in den Viertelfinals am Mittwoch auf Nachbar Finnland, Tschechien misst sich mit den USA und Slowenien fordert Weltmeister Schweden. Den vierten Viertelfinal bestreiten Schweiz-Bezwinger Lettland und Kanada, der Olympiasieger von 2010.

Russland mit Mühe

Die Russen taten sich beim 4:0 gegen Aussenseiter Norwegen schwerer, als es das Resultat vermuten lässt. Alexander Radulow nach einer feinen Einzelleistung (25.) und Ilja Kowaltschuk (38.) erzielten im Mitteldrittel die beiden Treffer für den Gastgeber.

Die «Sbornaja» diktierte zwar das Geschehen über weite Strecken, sie liess allerdings die spielerische Leichtigkeit vermissen. Erst in den Schlussminuten sorgten die Russen mit zwei weiteren Toren für das klare Verdikt: Radulow ins leere Tor sowie Alexej Tereschenko konnten noch auf 4:0 erhöhen.

Tschechien bangt trotz 4:0-Führung

Tschechien musste beim 5:3-Erfolg im Nachbarduell gegen die Slowakei unnötig zittern. Bis zur 36. Minute ging der Olympiasieger von 1998 dank Toren von Roman Cervenka (2), Ales Hemsky und David Krejci scheinbar vorentscheidend mit 4:0 in Führung.

Doch die Slowakei kämpfte sich, angeführt von Marian Hossa, zurück ins Spiel. Dank zwei Toren des Starstürmers der Chicago Blackhawks sowie einem Treffer von Tomas Surovy stand es nach 49 Minuten plötzlich nur noch 3:4. Nach einer heissen Schlussphase sorgte Tomas Plekanec dann erst 39 Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor für die tschechische Erlösung.

Slowenien schafft Überraschung

Zum ersten Mal überhaupt in den Olympia-Viertelfinals steht Slowenien. Die Mitteleuropäer, die im vergangenen Jahr an der WM in die erste Division absteigen mussten, setzten sich gegen Österreich mit dem Schweizer Assistenztrainer Christian Weber mit 4:0 durch.

Slowenien legte den Grundstein zum Erfolg mit zwei Toren im 1. Drittel. NHL-Star Anze Kopitar (Los Angeles) traf in der 6. Minute im Powerplay, sechs Minuten später sorgte Jan Urbas mit einem Shorthander für das vorentscheidende 2:0. Auf den Doppelschlag konnte Österreich nicht reagieren.