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Sotschi Schweiz unterliegt Kanada trotz hervorragender Leistung

Die Schweizer Frauen-Nati spielt beim Eishockey-Turnier wie erwartet gegen Schweden um Bronze. Im Halbfinal zeigten die Schweizerinnen gegen Kanada eine brillante Leistung und unterlagen nur mit 1:3.

Die Schweizer Frauen-Nati zeigte im Halbfinal gegen Kanada die wohl beste Leistung ihrer Geschichte. Sie hielt das Spiel gegen die übermächtigen Kanadierinnen bis zum Schluss offen und gewann erstmals überhaupt ein Drittel gegen die Nordamerikanerinnen.

Kanada früh klar in Führung

Noch nach 12 Minuten sah es nach der erwarteten Schweizer Kanterniederlage aus. Nach zwei Toren von Natalie Spooner und einem Treffer von Melodie Daoust führten die Kanadierinnen 3:0. Der Schweizer Trainer René Kammerer sah sich früh veranlasst, sein Time-Out zu nehmen.

Es zeigte Wirkung. Die Schweizerinnen fingen sich wieder auf und kassierten bis zum Schluss des Drittels keine weiteren Tore mehr. Der zweite Abschnitt startete aus Schweizer Sicht noch besser. Jessica Lutz verkürzte in Überzahl auf 1:3 - erst der zweite Treffer einer Schweizer Frauen-Nati gegen Kanada in der Geschichte.

Überraschend ausgeglichenes Spiel

Danach entwickelte sich ein überraschend ausgeglichenes Spiel. Beide Teams hatten Chancen auf weitere Tore, die beiden Goalies Shannon Szabados und Florence Schelling zeigten jedoch herausragende Leistungen. Damit blieb es beim 1:3 aus Schweizer Sicht, ein mehr als respektables Resultat.

Die Schweiz darf nach ihrer hervorragenden Leistung mit viel Zuversicht ins Spiel um die Bronzemedaille gegen Schweden steigen, das seinerseits den USA mit 1:6 unterlag. Das Spiel um Rang 3 findet am Donnerstag statt. Rufen die Schweizerinnen noch einmal eine derart überzeugende Leistung ab, dann ist Edelmetall für die Frauen-Nati absolut möglich.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schöni, Winterthur
    Frauen-Hockey wird ja erst seit etwa 30 Jahren gespielt. Da erstaunt es nicht, dass die USA und Kanada führend sind, denn diese betrieben als erste eine (professionelle) Förderung des Sports. Bei der WM 2011 ging die Schweiz trotz Heimvorteil gegen Kanada 0:12 unter. Nun sind die Resultate um einiges enger. Bei den Männern war die Situation vor 40-80 Jahren nicht anders: Ein, zwei Teams dominierten (Kanada, später UdssR), und der Rest spielte um die Ehrenplätze.
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  • Kommentar von Tomate, Bern
    3:1 ist wirklich super, haha. Ich finde es schade dass es bei den Frauen gerade mal zwei ernstzunehmende Mannschaften gibt, und selbst wenn sie dann Bronze holen ist das immer noch merklich wenig Trost. Aber die Schweizerinnen gingen ja schon mit einer Niederlage als Erwartung ins Spiel (wo ist da der Ehrgeiz?), so erreicht man auch nicht viel mehr und wenn man sich dann noch mit einer (knappen) Zwei-Tore Differenz zufrieden gibt als hätte man gewonnen.Nein, echt was für eine Plauschgruppe lol.
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    1. Antwort von Marcello, Wädenswil
      @Tomate (eher eine faule?): wenn Sie das Interview mit einer Spielerin in der ersten Drittelspause gehört hätten, dann wüssten Sie, dass die Spielerinnen diesen Match GEWINNEN wollten! Also nichts von sich im voraus mit einer Niederlage zufrieden geben. Also zuerst alles hören und dann motzen, sofern Grund dazu.
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  • Kommentar von CES, Aarau
    Hab das erste Mal in meinem schon ziemlich langen Leben einen Eishockeymatch mit Frauenteams gesehen und war absolut begeistert von den Schweizerinnen. Natürlich waren sie halt krasse Aussenseiterinnen, aber sie spielten mit so viel Schwung und Herzblut, und die Klasse Torhüterin sah man hinter dem Gitter immer wieder lachen. Sie hatte Spass und ich auch! Bin ab sofort Fan von Eishockey und den schnellen Frauen.
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