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Sotschi Schweizer Skispringerin für Deutschland auf Medaillenjagd

Skispringerin Gianina Ernst darf sich nach dem 2. Platz bei ihrem Weltcup-Debüt Hoffnungen auf eine Medaille in Sotschi machen. Aus Schweizer Sicht hat die Sache allerdings einen Haken.

Gianina Ernst bei ihrer Weltcup-Premiere in Lillehammer.
Legende: Supertalent Seit letztem Sommer springt Gianina Ernst für den Deutschen Ski-Verband. Keystone

Letzten Dezember hat Gianina Ernst zum Saison-Auftakt für Furore gesorgt. Die Winterthurerin, damals noch 14-jährig, flog bei ihrem Weltcup-Debüt in Lillehammer gleich auf den 2. Platz.

Aus Schweizer Sicht eigentlich ein Grund zur Freude. Immerhin hat sie sich damit im 1. Anlauf das Olympia-Ticket gesichert.

Talent in die Wiege gelegt

Als jüngstes von 6 Kindern des ehemaligen deutschen Skispringers Joachim Ernst und der ehemaligen Schweizer Langläuferin Cornelia Thomas wurde der Newcomerin das Talent buchstäblich in die Wiege gelegt. Bereits im Alter von 12 Jahren sprang sie an den Schweizer Meisterschaften auf den 2. Platz.

Vergangenen Sommer jedoch entschied sich Ernst, die auch den Deutschen Pass besitzt, zum Deutschen Ski-Verband zu wechseln. Am Ski-Internat von Oberstdorf profitiert der Teenager von besseren Trainingsbedingungen.

Damit wird die mittlerweile 15-Jährige als jüngste deutsche Athletin an den Olympischen Spielen in Sotschi teilnehmen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von has müller, zürich
    Naja wenn sie sich in Deutschland ausbilden lässt und deren Trainingsinfrastrucktur benutzt, dann ist es nichts als fair auch für Deutschland zu springen... So sollte es sein, man spielt/springt/läuft für das land , welches die ausbildung bezahlt. im gegensatz zu Fusballern, in wessen ausbildung viel geld gesteckt wird und die dann für irgend ein land spielen...
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    1. Antwort von didi, Bern
      Im Prinzip einverstanden - nur warum startet Tina Weihrater nicht für die Schweizer Alpine-Frauen. Wobei ich natürlich nicht weiss, wieviel Liechtenstein finanziell dazu beiträgt...
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Tina Weirathers Eltern sind eben keine Schweizer, so einfach ist das. Zwar sind die Regeln der FIS und des IOK lockerer als beim Fussball, weil ein Nationenwechsel viel einfacher ist, aber es gibt auch noch so etwas wie Ehre. Zudem noch dies: Wenn ihr wüsstet, wie stark von den Alpenkantonen gegen die Zürcher gemobbt wird - Peter Müller kann euch da einiges erzählen -, könntet ihr Gianina Ernst viel besser verstehen.
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  • Kommentar von C.Schmid, Emmen
    Dieser Wechsel erscheint mir logisch.(Bessere Trainingsbedingungen)Das Sie gleich auch für Deutschland startet auch.Aber es hinterlässt für mich einen Faden Beigeschmack.
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  • Kommentar von hug, wilen
    ist doch fies dieser wechsel. dennoch alles gute für die karierre.
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    1. Antwort von Richard Stocker, Birrwil
      Offenbar haben viele Schweizer und Schweizerinnen nie erfahren dürfen, wie zuvorkommend wir von unseren Deutschen Nachbarn behandelt werden. Ich kann Frau Ernst sehr gut verstehen, dass sie in Deutschland trainiert und deshalb auch für Deutschland startet. Ausserdem geht mir dieser schweizerische, chauvinistische Kleingeist auf den Wecker! Es geht doch um den Wettkampf von Persönlichkeiten und nicht um jenen von Ländern. Oder ist Sport eine andere Form von Krieg!?
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