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ATP-Tour Federer in Basel zum 11. Mal im Final

Roger Federer steht bei den Swiss Indoors in Basel zum 11. Mal im Final. Der Schweizer bezwang Aufschlag-Spezialist Ivo Karlovic aus Kroatien im Halbfinal mit 7:6, 3:6, 6:3. Im Endspiel trifft Federer auf den formstarken Belgier David Goffin.

Der Halbfinal geriet für Roger Federer zum Geduldsspiel. Ivo Karlovic demonstrierte, weshalb er als einer der besten Aufschläger auf der Tour gilt. Der Kroate servierte insgesamt 33 Asse und brachte mit seinen Servicekrachern Federer und das Publikum teilweise fast zur Verzweiflung.

«Es war brutal auf dem Platz», sagte Federer im Siegerinterview. «Karlovic hat extrem stark serviert, seine Leistung war höchst beeindruckend.» Er sei erleichtert, dass er das Spiel zum Schluss doch noch gewonnen habe.

Wichtiges Break im dritten Satz

Wegen Karlovics Aufschlägen entwickelte sich kaum Spielfluss. Federer hatte wenig Chancen, den Ball ins Spiel zu bringen und damit wenig Möglichkeiten, ein Break zu realisieren. Im zweiten Service-Game des Kroaten im ersten Satz führte der Baselbieter zwar 40:0, mit 3 Aufschlagwinnern servierte Karlovic die Gefahr indes weg.

Legende: Video Finalist Federer: «Es war brutal da draussen» abspielen. Laufzeit 06:31 Minuten.
Aus sportlive vom 25.10.2014.

Die nächsten Chancen ergaben sich für Federer erst zur Mitte des letzten Satzes - hier nutzte der Schweizer nun seine Möglichkeiten und gewann so schliesslich das Spiel. «In dieser Phase habe ich auch etwas die Hilfe von Karlovic gebraucht», sagte Federer mit einem Augenzwinkern.

Etwas Hilfe des Gegners brauchte Federer auch im Tie-Break des 1. Umgangs, als er bei eigenem Aufschlag 2 Satzbälle abwehren musste. Im zweiten Satz nutzte Karlovic eine kurze Schwächephase zu seinem einzigen Break und servierte den Satz im Anschluss souverän nach Hause.

Nun gegen Goffin

Im Final trifft Federer auf David Goffin. Der formstarken Belgier setze sich in seinem Halbfinal gegen den 17-jährigen Kroaten Borna Coric mit 6:4, 3:6, 6:3 durch. Er Halbfinal-Erfolg in Basel war Goffins 16. Sieg in Folge. Seit Wimbledon Ende Juni hat der Belgier auf der ATP- und Challenger-Tour schon 43 Siege gefeiert - dies bei nur 2 Niederlagen.

Das bislang einzige Duell mit Goffin gewann Federer an den French Open 2012 in 4 Sätzen. «Goffins Stärke hat mich schon vor 2 Jahren überrascht», so Federer. «Er hat durch seine Siege viel Selbstvertrauen getankt und das Verlieren schon fast verlernt. Ich freue mich auf das Duell», so Federer vor dem Final.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.10.14, 16.30 Uhr

28 Kommentare

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  • Kommentar von rdg, goldau
    Ich meine auch das Verhalten des Publikum ist beschämend. Vorallem bei Fehlaufschlag zu applaudieren ist eine Katastrophe.
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  • Kommentar von Kosmas Asklipiadis, Neftenbach
    Ich traute während dem gestrigem Halbfinal Federes meinen Augen bzw Ohren nicht. Was da vom Publikum bei verschlagenem Service vom Karlovic geboten wurde, ist gelinde ausgedrückt unter jeder Würde. Absolut unsportlich, beschämend und eine Schande ! Ich glaube kaum, dass Federer so ein Verhalten gut heissen würde. Dazu ist Federer zu sehr ein Sportler. Ich habe mich für dieses Publikum geschämt!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Hat Sie das erstaunt? Mich nicht, auch das gehört zum ganzen RF-Rummel. In Basel muss er ganz einfach um jeden Preis gewinnen, sonst können die Leute nachher nicht mehr gut schlafen. Sicher war RF immer ein fairer Sportler - das habe auch ich nie bestritten -, aber er hat sich auch nie hinausgelehnt, wenn es darum ging, den Tennissport fair und sauber zu halten. Auch Nadal hat einmal gesagt, Federer sei ein grosser Egoist. Gestern hat er eine Chance zur Imagekorrektur verpasst.
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    2. Antwort von RF Forever, Switzerland
      Herr Stump, Federer muss sich nicht für seine dummen Fans entschuldigen. Wann entschuldigen Sie sich denn bei Federer und Wawrinka für ihre unsportlichen Kommentare???
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      @RF Forever: Sobald Sie Ihre Anonymität aufheben - schliesslich habe auch ich das Recht zu wissen, wer Sie sind -, werde ich mir das vielleicht überlegen, aber eben nur vielleicht. Übrigens glaube ich nicht, dass die beiden in unserem Forum selber lesen, sondern höchstens durch dafür angestellte Leserinnen und Leser. P.S. Hätte Federer nach dem Match das Publikum gebeten, in Zukunft auch zu seinen Gegnern fair zu sein, hätte er nicht nur bei mir wieder viele Sympathien zurückgeholt.
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    4. Antwort von RF Forever, Switzerland
      Herr Stump wo hat Federer denn ihre Sympathien verloren? (ohne die Geschichten von Lenzerheide und Herrliberg)
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    5. Antwort von RF Forever, Switzerland
      Herr Stump Sie sollten sich bei Federer und Wawrinka entschuldigen für unsportliche Kommentare. Meine Person tut nichts zur Sache.
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  • Kommentar von Amateur, Aarau
    Liebt man Rogers Spiel, ist klar, dass man mit jenem von Karlovic nicht viel anfangen kann. Geht mir auch so. Aber bitte: Ich wünsche mir in den Kommentaren Respekt für den Mann, der mit bald 36 so auftritt. Er hat 2014 eine gute Saison. Und dies nach einer lebensbedrohenden Hirnhautentzündung 2013. Er freut sich einfach, dass er noch lebt und spielen kann, hat nie geklagt und war immer ein sehr fairer Spieler. Karlovic war übrigens auch schon Nr. 14 der Weltrangliste, wohl kaum unverdient.
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