Zum Inhalt springen
Inhalt

ATP-Tour Federer scheitert nach 2 ungenutzten Matchbällen

Roger Federer verpasst das Endspiel von Stuttgart. Er unterlag Dominic Thiem (Ö/ATP 7) mit 6:3, 6:7 und 4:6. Dabei hatte im 2. Satz nach bemerkenswerter Aufholjagd nur noch 1 Punkt zum Sieg gefehlt.

Legende: Video Federer scheitert im Halbfinal in Stuttgart gegen Thiem abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 11.06.2016.

Dominic Thiem erbrachte gegen Roger Federer den nächsten Nachweis, dass er demnächst für eine Wachablösung infrage kommen könnte. Der 22-jährige Österreicher bezwang den «Maestro» nach Rom zum 2. Mal innert einem Monat mit 3:6, 7:6 (9:7) und 6:4.

Das Erfolgserlebnis ist aus diesen Gründen kein Zufallsprodukt:

  • Thiem ist der aufstrebende Spieler im Kalenderjahr 2016. Seine Bilanz: 44:11-Siege.
  • Er stand zuletzt bei den French Open im Halbfinal.
  • In Stuttgart greift er nach dem bereits 4. Titel in dieser Saison. Sein Gegner: Philipp Kohlschreiber (De/ATP 26).
  • Und: Er schaffte den Kraftakt in der 117 Minuten dauernden Partie trotz 2 Matchbällen gegen sich.
Dominic Thiem schreit seine Freude heraus.
Legende: Grund zur Freude Dominic Thiem. Keystone

Thiem realisierte im Entscheidungsdurchgang das siegbringende Break zum 4:3. Obwohl die Spieler darauf wegen Regens zum 2. Mal in die Kabine mussten, zeigte der Österreicher keine Anzeichen von Nervosität mehr und schaukelte das Ding nach Hause.

Federer, der in Stuttgart sein Comeback bestritt, hatte zu Beginn des 3. Umgangs in den ersten beiden Aufschlagspielen der Weltnummer 7 je 2 Breakbälle nicht verwerten können. Er muss sich den Vorwurf gefallen lassen, weitere Chancen ausgelassen zu haben.

Vom 0:5 zum 5:5

2 ungenutzte Matchbälle im Tiebreak von Satz 2 brockten dem «Maestro» nach 1:19 Stunden in einer zunehmend hochklassigen Begegnung nämlich ein Nachsitzen ein. Dabei hatte Federer anfänglich dieses Durchgangs noch eine kurze, dafür heftige Schwächeperiode eingezogen. Eine Flut von Fehlern brachte die Weltnummer 3 vermeintlich aussichtlos mit 0:5 in Rücklage.

Doch ganz ohne Gegenwehr wollte der Schweizer dem 12 Jahre jüngeren Widersacher den Satzausgleich nicht zugestehen. Mit ebenfalls 5 Gamegewinnen in Serie meldete er sich zurück und zeichnete sich in dieser Phase dadurch aus, nicht in Hektik zu verfallen.

Umgang 1 war dagegen eine klare Angelegenheit. Federer schaffte ein frühes Break zum 3:1.

Sendebezug: Laufende Tennis-Berichterstattung

48 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von H. Lins, Konstanz
    Es sieht derzeit nicht so aus, als ob Federer in Wimbledon eine tragende Rolle spielen wird. Sein Normalniveau hat er leider noch nicht erreicht. So würde Wimbledon eine leichte Beute für Djokovic, als ebenbürtiger Gegner bliebe nur Murray übrig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniel Hüppin, Wangen SZ
    Für einen wahren Fan spielt es keine Rolle, ob Roger Federers Zeit vorbei ist oder nicht. Er hält zu seinem Idol in guten wie in schlechten Zeiten. Wer sein Idol wie eine heisse Kartoffel fallen lässt, wenn es diesem nicht mehr so läuft, ist nicht wirklich ein Fan. Ich bin gespannt, wie das einmal sein wird, wenn es Novak Djokovic mal nicht mehr läuft. Wie viele, die sich jetzt als seine Fans geben, halten dann wirklich noch zu ihm? Was Roger Federer angeht, würde ich ihn noch nicht abschreiben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Maxi Zadworny, Basel
    Nun sieht man wirklich bei Federer, dass es abwärts geht. Das ist keine Kritik, aber Realität. Er soll ruhig weiterspielen, damit wir ihn noch ein wenig geniessen können. Man muss ihn aber nicht mehr mit Djokovic oder Murray vergleichen, das reicht nicht mehr. Der Brickle aus Frankfurt muss ausser deutsch schreiben auch noch lernen, dass Djokovic alleine nicht reicht, auch er braucht auf dem Platz einen Gegenspieler, sonst gibt es keinen Match. Er will ja nur ihn sehen.....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christoph Cramer, Luzern
      Sehr treffender Kommentar - midestens Level 8, um es mit den Worten von Bickle auszudrücken.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen