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ATP-Tour Murray wird kampflos Weltnummer 1

Da Milos Raonic für den Halbfinal von Paris-Bercy Forfait erklärt hat, entthront Andy Murray am Montag Novak Djokovic als Nummer 1 der ATP-Weltrangliste.

Legende: Video Gestatten: Andy Murray, die neue Nummer 1 der Welt abspielen. Laufzeit 3:18 Minuten.
Vom 05.11.2016.

Andy Murray wird ab Montag erstmals in seiner Karriere die Nummer 1 der Welt sein. Der Schotte erreichte nach dem verletzungsbedingten Forfait von Milos Raonic (Ka) den Final des ATP-1000-Turniers in Paris-Bercy und löst damit Novak Djokovic an der Spitze der Weltrangliste ab.

Ende einer mehrjährigen Dominanz

Seit dem 7. Juli 2014 – oder anders formuliert seit 122 Wochen – stand Djokovic ununterbrochen auf Platz 1 der Weltrangliste. Da er in Paris im Viertelfinal an Marin Cilic scheiterte, bot sich Murray die Möglichkeit, durch den Finaleinzug erstmals auf Position 1 zu rücken.

Die letzten Monate waren die besten meiner gesamten Karriere.
Autor: Andy Murray

Noch im Juni hatte nichts auf diesen Machtwechsel hingedeutet. Nach dem gegen Djokovic verlorenen Final in Roland Garros legte Murray aber eine Serie an den Tag, die sich sehen lässt. Murray gewann sechs von acht Turnieren, während Djokovic seither schwächelte.

Legende: Video Murray: «Ich musste konstanter werden» abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Vom 05.11.2016.

«Ich habe nicht daran gedacht, die Nummer 1 zu werden. Ich lag nach den French Open so weit zurück», sagte Murray. Der Triumph in Wimbledon habe ihm das nötige Selbstvertrauen gegeben, um dran zu bleiben. «Die letzten Monate waren die besten meiner gesamten Karriere. Ich hoffe, dass es so weitergeht», so der Schotte.

Rekord weiterhin in Schweizer Hand

Murray ist der 26. Führende der Weltrangliste seit deren Einführung 1973. Nie zuvor war dies bisher einem Briten vergönnt gewesen. Auf die meisten Wochen an der Spitze – total 302 – kann nach wie vor Roger Federer zurückblicken. Mit 237 Wochen ohne Unterbruch auf dem Tennis-Thron gelang ihm auch die längste Serie.

Steckbrief Andy Murray

Alter
29 Jahre
HerkunftDunblane (Schottland)
Coaches
Jamie Delgado & Ivan Lendl
Anzahl Titel
42
Anzahl Grand-Slam-Titel
3 (US Open 2012,
Wimbledon 2013 & 2016)
Sonstige Erfolge
Zweifacher Olympiasieger
Davis-Cup-Sieger
Jahresbilanz 2016
69 Siege, 9 Niederlagen

Murrays Mutter Judy ist stolz auf ihren Sohn

Andy Roddick gratuliert seinem Namensvetter und Nachfolger

Für Petra Kvitova ist Murray eine Inspiration

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 4.11.2016, 22:20 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gruber (steber)
    Doch, doch, er hat es verdient, zur Zeit die Nummer 1 zu sein. Er hat im Schatten der drei Grossen (Federer, Nadal und Djoker) in den letzten zig Jahren klar nicht viel gewinnen können. Aber er gehört seit Jahren in diese top 4!! Seine Zeit kam halt erst jetzt. Er war gerade in den letzten 4 Jahren, sprich nach seinem Olympiasieg, ein anderer, besserer Spieler geworden. Ich mag es dem Kämpfer gönnen und auch den englischen Fans. Gleichwohl bleibt Roger meine wahre Nummer 1. Yeah.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Murray kann man leider nicht mögen, er ist ein verkrampfter Tennisstreber, der zudem langweiliges Tennis spielt. Hoffentlich wird er bald an der Spitze abgelöst werden.
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    1. Antwort von Jonas Ammann (jonas.ammann)
      Ich teile Ihre Einschätzung, Herr Kohler. Wo war zum Beispiel Murray als Federer seine besten Jahre hatte (2004 - 2008)? Weit hinten im Rückspiegel! Wo war Murray als Nadal seine besten Jahre hatte (2008 - 2011)? Weit hinten im Rückspiegel! Wo war Murray als Djokovic seine beste Zeit hatte (ab 201)? Schon wieder weit hinten im Rückspiegel.
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    2. Antwort von S T (Stievery)
      Nun ja, der Joker spielt ja auch langweiliges Tennis, halt auf einem unglaublich konstanten Niveau, daher löst Langeweile Langeweile ab, wo ist das Problem?
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    3. Antwort von Jonas Ammann (jonas.ammann)
      @ S T: Jetzt sind es schon zwei, die langweiliges Tennis spielen? Ist es nicht mehr Djokovic alleine? Wenn es nach Ihnen geht, spielt nur Federer "schönes" Tennis. Stimmt das soweit oder habe ich da etwas falsch verstanden?
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    4. Antwort von John Doe (johndoe)
      langweiliges tennis, aber anscheinend momentan besser als alle anderen auf der Welt, dann kann es also nicht ganz daneben sein. :-S
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    5. Antwort von S T (Stievery)
      @J.A.: Berechtigter Vorwurf ;) bisher wurde hier im Forum immer nur von NJ, RF oder RN gesprochen, daher wohl der Eindruck. Aber nein, es ist nicht so, dass nur RF schönes Tennis spielt (obwohl er ev. das schönste spielt), sondern da gibt es noch einige, Dimitrov, Stan, Tsonga, Potro, weiter hinten Brown oder gar ein Llodra, da schaut man halt gerne zu. Dagegen NJ, Ferrer, Berdych, Murray, da geh ich an einem Finalsonntag lieber spazieren... ;)
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    6. Antwort von S T (Stievery)
      Anyway, es geht hier um Andy, und der hat es auch verdient!!
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  • Kommentar von Hans Leuenberger (hansle)
    Natürlich is Murray ein würdiger Nachfolger auf dem Tennisthron. Dennoch hinterlassen Forfaits solcher Art immer ein schales Gefühl. Wenn schon Raonic nicht kann, wäre vielleicht der Verlierer aus jenem Viertelfinal Tsonga für eine Herausforderung bereit gewesen. Aber ich bin mit P. Steiner einig: Bravo Andy!
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