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Trotz Auftakt-Niederlage Noch ist nichts verloren für Federer

Nebst diesem Jahr verlor Federer dreimal sein Startspiel beim Saisonfinale. Zweimal kam er trotzdem noch weiter.

Legende: Video Federer und die Auftakt-Niederlagen an den ATP Finals abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.11.2018.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Roger Federer bei den ATP Finals nach der 1. Runde in Rücklage befindet. Vor der Niederlage gegen Kei Nishikori in diesem Jahr hat der Schweizer schon 3 Mal sein Auftaktspiel verhauen:

  • 2007: 6:3, 6:7, 5:7 gegen Fernando Gonzalez
  • 2008: 6:4, 4:6, 3:6 gegen Gilles Simon
  • 2013: 4:6, 7:6, 2:6 gegen Novak Djokovic

Konsequenzen hatte das nur in einem Fall: 2008 verpasste Federer nach einer weiteren Niederlage gegen Andy Murray und einem Sieg gegen Radek Stepanek die Halbfinals.

Es sollte bisher das einzige Mal (!) bei seinen 16 Teilnahmen an den ATP Finals oder am Master Cup (bis 2008) bleiben, dass der Baselbieter in der Gruppenphase hängen blieb.

Turniersieg trotz Startniederlage

2013 zog Federer mit Siegen gegen Richard Gasquet und Juan Martin del Potro den Kopf noch aus der Schlinge, blieb im Halbfinal dann aber an Rafael Nadal hängen.

2007 holte Federer dank klaren Zweisatz-Siegen gegen Nikolai Dawydenko und Andy Roddick gar noch den Gruppensieg. Im Halbfinal liess er Nadal keine Chance und bezwang schliesslich im Endspiel David Ferrer in 3 Sätzen.

Steigerung notwendig

Noch ist also nichts verloren für Federer. Zwei Siege (gegen Dominic Thiem am Dienstag und Kevin Anderson am Donnerstag) dürften reichen, um den Fehlstart auszumerzen und doch noch in den Halbfinal einzuziehen.

Für das zweite Spiel muss ich mich steigern.
Autor: Roger Federer

Mehr Anlass zur Sorge als die Ausgangslage dürfte aber Federers Auftritt gegen Nishikori geben. «Es war eine enttäuschende Leistung», gab der 37-Jährige unumwunden zu. Er agierte äusserst fehlerhaft und fand nie zu seinem Spiel.

«In der 1. Runde ist es halt manchmal ein Kampf und Krampf», bilanzierte Federer, «für das zweite Spiel muss ich mich steigern». Damit 2008 auch 10 Jahre später der einzige Ausrutscher Federers beim Saisonfinale bleibt.

Programm-Hinweis

Verfolgen Sie das 2. Gruppenspiel von Roger Federer an den ATP Finals in London am Dienstag gegen Dominic Thiem ab 21:00 Uhr live auf SRF zwei.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.11.2018, 21:00 Uhr.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Na schauen wir mal auf heute Abend. Leider hat RF jetzt auch mehr Druck - vielleicht sogar gut. Jedenfalls so ein Match wir am 11.11.18 habe ich bei Roger Federer noch nie gesehen. Was ist da los ?? Körperlich, familiär ?? Ich hoffe auf heute gegen Thiem und wünsche RF von Herzen alles Gute und Erfolg.
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  • Kommentar von mario hellberg (fusci)
    Federer wirkte dieses Jahr auf mich in vielen Inrerviews müde und excüse den Ausdruck, etwas "angepisst". Für ihn wird in Zukunft um so wichtiger sein, für eine gute vor allem auch mentale Regeneration zu achten. Oder es wird wohl der Anfang vom Ende für Roger... heisst langsames abrutschen aus den Topplätzen. Hoffe es natürlich nicht, aber das war für mich sehr auffällig!
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr Hellberg, auch wenn viele der Fans es nicht wahrhaben wollen, ist RF ein normaler Mensch mit Stärken und Schwächen. Etwas Besonderes ist "nur" seine Tenniskarriere. Als normaler Mensch hat er leider nicht die ewige Jugend auf seiner Seite, was sich körperlich bemerkbar macht. Darunter leidet auch das unerschütterliche Selbstvertrauen, das ihm jahrzehntelag in "engen" Spielsituationen, z.B. Tie-Breaks half. Ich befürchte, dass seine Entourage darauf nicht angemessen reagieren kann.
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  • Kommentar von Andre Grasso (Kuulum)
    Das gestrige Spiel erinnert mich an den verlorenen Final gegen Djokovic in Cincinnati vor ein paar Monaten. Auch dort agierte er sehr ungedultig - vor allem auf die Returns!!
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